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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. November 2017 | 20:24 Uhr

Schlagsdorf : Schüler gärtnern wie die Profis

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Schlagsdorfer Achtklässler bauen Hochbeete für den Schulgarten und häckseln Baum- und Strauchschnitt für die Gartenverwertung

von
erstellt am 29.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Nach dem Gewinn von 4723 Euro bei einem Schulgarten-Wettbewerb des Landes MV gewinnt die grüne Oase an der Schule Schlagsdorf weiter an Attraktivität. So begannen gestern die Schüler des Wahlpflichtkurses der Klasse 8 mit dem Bau von Hochbeeten. Insgesamt zwei solcher Beete sollen im Schulgarten entstehen. Sie werden zwei Meter lang und einen Meter breit sein. Die Höhe variiert zwischen einem Meter und 80 Zentimeterm, um auch Grundschülern das Gärtnern mit einem Hochbeet zu ermöglichen. Darin gedeihen sollen künftig Salat, Poree, Sellerie und Kohlrabi. „Im Laufe des Schuljahres soll dann geerntet werden und ein Teil davon der Schulküche zur Verfügung gestellt werden“, sagt Lehrerin Ute von Holly-Wramp. Ginge es nach den Vorstellungen der Schüler, würden in den Hochbeeten Erdbeeren und Himbeeren gepflanzt. Dann habe man wenigstens etwas Süßes zum Naschen, meint ein Achtklässler.

Damit die Hochbeete samt Pflanzen vor ungebetenen Gästen wie Mäusen geschützt sind, werden sie im unteren Bereich mit feinmaschigem Draht versehen. Darauf kommt dann Gestrüpp, selbst hergestellter Kompost und schließlich Muttererde. Ausgetüftelt hat das Ganze unter anderem der Achtklässler Arne Krüger. Er und weitere Teilnehmer des Wahlpflichtfaches Umwelt hatten zuvor Baupläne für die Hochbeete recherchiert und eigene Vorschläge erarbeitet.

Apropos Arbeit. Etwa vier bis fünf Stunden Zeit investierten die Schüler Niklas Scherwinski und Marven Reddig, um die Bauteile aus Douglasie mit einem Farbanstrich zu versehen. Um die inneren Seitenteile vor Feuchtigkeit zu schützen, werden sie zusätzlich mit Teichfolie bespannt.

Erstmals zum Einsatz kam gestern auch ein Häcksler, den die Schule ebenfalls von dem gewonnenen Geld gekauft hat. Mit ihm wird von nun an selbst Mulch hergestellt, um auf dem Grundstück für Nachhaltigkeit zu sorgen.

Den Mammutanteil des gewonnen Geldes hatte die Schule jedoch in einen neuen Gartenzaun investiert. Das war auch nötig: Denn die alte Umfriedung war bereits 40 Jahre alt und an vielen Stellen marode. Investiert wurde zudem in eine Wetterstation mit Wind- und Regenmesser. Sie kann auch für den Heimat- und Sachkundeunterricht genutzt werden. Denn der Schulgarten solle auch als Lernstätte für Natur- und Umweltbildung verstanden werden, verdeutlicht Ute von Holly-Wramp.

Ausgelobt worden war der Wettbewerb im vergangenen Jahr vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV. „Schulgärten verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz und sind daher gesellschaftlich und pädagogisch so wertvoll. Gärtnerisches Lernen funktioniert hierbei mit dem Kopf, Herz und Hand“, so Minister Till Backhaus (SPD).

 

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