Förderschule Gadebusch besucht Wismar : Schüler erkunden ihre Stärken

„Terminal Eins“ der Reise durch den Berufswahlparcours war die Begrüßung.
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„Terminal Eins“ der Reise durch den Berufswahlparcours war die Begrüßung.

Beim „Learn about skills – der Berufswahlparcours“ lernen Jugendliche mehr über ihre Präferenzen. Förderschule Gadebusch mit dabei

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11. Januar 2018, 21:00 Uhr

Die weiße Schrift hebt sich stark gegen das Grau ab. „Meine Stärke“ steht dort, auf dem zuoberst auf einem Berg überdimensionierter Würfel liegenden Quadrat. Stärken herausfinden, genau darum soll es in dieser Woche beim Berufswahlparcours in der Markhalle am Alten Hafen in Wismar gehen, wie Lisa Deventer vom Projektträger Sinus berichtet. Unter dem Motto „Learn about skills“ – also englisch für „Lerne mehr über deine Fähigkeiten“ – sollen Schüler der 7. und 8. Klassen ihre Präferenzen kennenlernen.

„Unserer Meinung nach kann man mit der Beruforientierung gar nicht früh genug anfangen“, meint Lisa Deventer. Allerdings geht es bei dem Berufswahlparcours nicht primär darum, einen Beruf zu finden sondern, dass Stärken sich in sechs verschiedenen Spielstationen herauskristallisieren. „Es soll die Idee einer Reise vermitteln. Darum heißen die Stationen ,Terminal‘ und die Betreuer ,Reiseleiter‘“, erklärt Projektkoordinatorin Lisa Deventer.

Insgesamt sechs Stationen müssen die Schüler so ablaufen. „Bei der einen Station muss zum Beispiel ein Theaterstück selbst improvisiert werden. So können die Jugendlichen ihre Spontanität entdecken“, erklärt Lisa Deventer. Insgesamt 21 Schulen und damit 800 Schüler nehmen an dem Berufswahlparcours teil. „Wir haben hier alle Schulformen: Gymnasien, Gesamtschulen, Regionalschulen und Förderschulen“, so Lisa Deventer.

Auch der Gadebuscher Förderschullehrer Nils Prüftzner ist mit seinen beiden achten Klassen vor Ort, um die sechs Stationen des Parcours zu durchlaufen. „Ich selbst bin das erste Mal hier, meine Kollegen haben es aber schon erlebt und waren zufrieden“, so der Lehrer. Für die 18 Förderschüler erhofft er sich eine optimale Berufsorientierung. „Die Informationen hier sind ganz gut gemacht. Und wenn so eine Aktion angeboten wird, sollten die Schüler sie auch nutzen“, findet Nils Pfützner.

Finanziert wird das Projekt von der Bundesagentur für Arbeit, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und dem Europäischen Sozialfonds.

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