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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. Oktober 2017 | 16:17 Uhr

Gadebusch : Schrottorchester trommelt zur WM

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Vom 12. Juni an stimmen die Gadebuscher Musiker Radiohörer auf die Weltmeisterschaft in Brasilien ein

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2014 | 00:00 Uhr

Wenn am 12. Juni die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien beginnt, wird auch das erste Deutsche Schrottorchester dabei sein. Denn der Radiosender Antenne Mecklenburg-Vorpommern gewann die Gadebuscher für ein Stück aus deren Programm, dass mehrmals täglich zu aktuellen Geschehnissen um die Fußball-WM gespielt werden soll. Wie anders als Samba heißt das Stück, dass Orchesterleiter Andreas Kruse am Donnerstagabend mit einem Teil des Schrottorchesters aufnahm.

„Wir haben schon lange zwei Stücke Samba I und Samba II im Repertoire. Wir haben uns ganz klar für Samba I entschieden und das noch etwas verfeinert“, erklärte Mildredt Wiegel. Sie ist eigentlich Kindergartenerzieherin, will aber einmal in der Woche abschalten und ihre ganze Energie beim Trommeln auf die ausgedienten Öl-Metallfässer herauslassen. Mit einer Trillerpfeife, einem riesigen Kunststoff-Fass als Bass und einigen Glocken wurde das Stück verfeinert und aufgenommen.

„Jetzt schicke ich es wie abgesprochen zum Radiosender. Der wird das dann immer bei Themen rund um die Fußball-WM spielen“, erzählt Orchesterleiter Andreas Kruse. Doch bevor es soweit ist, wartet auf die Mitglieder des 1. Deutschen Schrottorchesters noch eine weitere angenehme Aufgabe. Denn mit Wetter-Werner und einigen Samba-Tänzerinnen geht es in verschiedene Orte des Landes, wo die Kunst des Schrotttrommelns öffentlich gezeigt werden soll. „Ich weiß zwar noch nicht, wie wir mitten in der Woche die Leute zusammen bekommen sollen, aber vielleicht klappt es ja“, sagt Kruse. Der Gadebuscher ist Berufsmusiker und kam vor einigen Jahren auf die Idee, mit alten Metallfässern und Schlagstöcken Musik machen zu wollen. Das fand in der Region riesigen Anklang. Mittlerweile schlagen gut 20 Männer und Frauen auf die Fässer und machen nicht nur höllischen Lärm, sondern auch rhythmische Musikkunst. Oft treten sie am Wochenende auf und werden für Stadt- und Dorffeste gebucht, wo sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. So zuletzt auch beim Uferfest in Rampe bei Schwerin. „Mein Mann kam hier die Idee unsere Musik mal zu Antenne zu schicken. Drei Wochen später ist schon alles in Sack und Tüten und aus einer Idee ist Realität geworden“, sagt Mildredt Wiegel. Die ist dann bald im Radio und auf den Bühnen des Landes zu hören.

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