Ostsee-Campingplatz : Schönheitskur für „Liebeslaube“

Matthias Fiedler vor dem künftigen Sanitärtrakt für die männlichen Gäste.
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Matthias Fiedler vor dem künftigen Sanitärtrakt für die männlichen Gäste.

Inhaber Matthias Fiedler investiert und erweitert den beliebten Ostsee-Campingplatz an der Wohlenberger Wiek

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20. Januar 2016, 23:04 Uhr

Nach der Saison ist vor der Saison. Und weil das so ist, liegt die „Liebeslaube“ auch nur scheinbar im Winterschlaf. Denn bei genauerem Hinsehen werden in diesen Tagen in der Rezeption des beliebten Ostsee-Campingplatzes nicht nur täglich eingehende Buchungen für die kommende Saison bearbeitet, sondern mitten auf dem neun Hektar großen Gelände darüber hinaus gleich mehrere Neubauten fertiggestellt.

„Hier entstehen neue Sanitäreinrichtungen, ein kleiner Supermarkt und ein Café“, erklärt Matthias Fiedler. Im Jahr 2011 hat der gebürtige Chemnitzer mit seiner Ehefrau Petra den Platz übernommen. Für den heute 56-jährigen Sachsen schloss sich damit ein Kreis. Denn als Zehnjähriger verbrachte er seinen ersten Ostseeurlaub überhaupt genau hier direkt am Naturstrand an der flachen Wohlenberger Wiek. Jetzt wohnt er sogar hier. Ein Sachse im Norden, der sich für länger einrichtet und nun seinerseits das Beste für seine Gäste möchte.

Deshalb musste das Gebäude, das früher eine Fleischerei, Bäckerei und Lebensmittelladen sowie zuletzt auch eine Werkstatt beherbergte, nun weichen. Die Bausubstanz war in die Jahre gekommen. Ein Neubau musste deshalb her. Doch derzeit ruhen die Bauarbeiten. Der Winter fordert seinen Tribut. Spätestens zu Pfingsten soll aber zumindest der Lebensmittel-Markt öffnen. Der Rest komme danach.

Mit der schrittweisen Umsetzung der Baumaßnahmen soll der Küsten-Campingplatz für die Erweiterung der Saison auf volle zwölf Monate gerüstet werden. Ein Vorhaben, das nicht nur viel Geld kostet, sondern von der Landesregierung sogar wohlwollend unterstützt wird. „Campingurlauber werden anspruchsvoller, Service und Komfort spielen neben der Lage zunehmend eine größere Rolle. Das Vorhaben, die Saison ganzjährig auszuweiten und eine höhere Klassifizierung anzustreben, sind Investitionen in die Zukunft“, betont in diesem Zusammenhang Wirtschaftsminister Harry Glawe. Denn aus jetzt drei sollen künftig vier Sterne über dem Campingplatz strahlen. An der Gesamtinvestition von 1,67 Millionen Euro beteiligt sich das Wirtschaftsministerium MV mit 364  000 Euro. Mittel, die aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung fließen.

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