zur Navigation springen

Schöffenwahl 2013 : Schöffen für Strafgerichte gesucht

vom

Für die neue Amtsperiode werden in Deutschland 60 000 Schöffen gesucht. Sie beginnt 2014 und endet 2018. Auch die Gemeinden der Ämter Rehna und Gadebusch sind aufgefordert Vorschläge zu unterbreiten.

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2012 | 10:13 Uhr

Gadebusch/Rehna | Sie sitzen mutmaßlichen Drogenhändlern und Gewaltverbrechern gegenüber und nehmen an der Rechtsprechung in Strafsachen teil: Schöffen. 2013 werden deutschlandweit wieder rund 60 000 Schöffinnen und Schöffen für die Amtsperiode gewählt. Auch die Gemeinden der Ämter Rehna und Gadebusch sind aufgefordert, für die Wahlen für den Amtsgerichtsbezirk Grevesmühlen sowie des Landgerichts Schwerin jeweils einen Vorschlag zu unterbreiten. Darüber hinaus soll die Stadt Gadebusch sechs Kandidaten und die Stadt Rehna drei benennen. "Das Ehrenamt des Schöffen ist eine hochinteressante Aufgabe. Schöffen leisten einen wichtigen Beitrag, um Recht zu sprechen", verdeutlicht der Rehnaer Haupt- und Ordnungsamtsleiter Bernd Karnatz.

Jedes Urteil, das gefällt wird - gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch - haben Schöffen mit zu verantworten. Matthias Jankowksi vom Amt Gadebusch gibt daher auch zu bedenken: "Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitsstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage gegen die öffentliche Meinung nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben."

Gesucht werden Bewerber, die zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. "Von der Wahl ausgeschlossen ist, wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen den ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat läuft, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann", verdeutlicht Gadebuschs Hauptamtsleiter Matthias Jankowski. Ausgeschlossen sind zudem Kandidaten, die hauptamtliche oder inoffizielle Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR tätig gewesen sind. Unfähig zum Schöffenamt sind zudem diejenigen, die zahlungsunfähig oder überschuldet sind.

Nach Angaben des Bundesverbandes ehrenamtlicher Richterinnen und Richter ist die Mitarbeit von Schöffen mit ihrer nicht-juristisch geprägten Denkweise ein Garant gelebter Demokratie. Es solle vor allem sicher gestellt werden, dass Verfahren und Urteil vom Angeklagten und der Öffentlichkeit verstanden werden. Lebenserfahrung und gesunder Menschenverstand der Schöffen stellten einen wichtigen Beitrag zu den Entscheidungen dar.

Interessenten aus den Gemeinden Dragun, Kneese, Krembz, Mühlen Eichsen, Roggendorf, Rögnitz und Veelböken sowie der Stadt Gadebusch können sich an das Hauptamt Gadebusch (Tel. 03886-212135) wenden. Das Hauptamt Rehna (Tel. 038872−92920) ist für Interessenten aus diesen Kommunen zuständig: Carlow, Dechow, Groß Molzahn, Königsfeld, Holdorf, Nesow, Schlagsdorf, Thandorf, Rieps, Utecht, Vitense, Wedendorfersee sowie Stadt Rehna.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen