Amt Rehna : Schnelles Internet mit Hilfe der EU

Auf  schnelles Internet hoffen viele Kommunen.
Auf schnelles Internet hoffen viele Kommunen.

Dörfer hoffen auf das Programm „WiFi4EU“

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02. Februar 2018, 04:45 Uhr

Schnelle Internetverbindungen auf dem Lande – davon können Einwohner vieler Kommunen bislang nur träumen. Um die Situation zu verbessern setzen gleich mehrere Gemeinden aus dem Amtsbereich Rehna nun auf das Programm „WiFi4EU“. Damit sollen kostenlose WLAN-Hotspots auf öffentlichen Plätzen oder an Dorfgemeinschaftshäusern installiert werden. EU-weit sollen bis zum Jahr 2020 etwa 6000 bis 8000 Gemeinden unterstützt werden. Diese können sich über den Fördergutschein Geräte- und Installationskosten finanzieren lassen

Wer schnell reagiert, hat die besten Chancen. Denn bei der Bearbeitung der Anträge geht es nach dem so genannten Windhund-Prinzip zu. Soll heißen: Die Anträge, die zuerst vorliegen, werden auch zuerst bearbeitet. Insgesamt werden für die WiFi4EU-Initiative 120 Millionen Euro bereitgestellt.

Thandorf, Groß Molzahn, Rieps und Utecht hoffen bereits darauf, dass sie von dem Projekt profitieren können. „Wir in Thandorf beantragen den WLAN-Hotspot für unser Teichgelände, wo es derzeit noch kein WLAN gibt“, sagt Bürgermeister Wolfgang Reetz. Er war einer der ersten, der auf das Programm „WiFi4EU“ gestoßen ist und es seinen Amtskollegen bei einer Ausschusssitzung vorstellte. „Wir leben nun mal in einem digitalen Zeitalter und schnelles Internet ist eine Art von Daseinsvorsorge“, so Reetz. Am Dorfgemeinschaftshaus hat die kleine Gemeinde bereits seit rund zwei Jahren einen Hotspot zur freien Internetnutzung installiert. Seitdem wird das Gebäude immer mehr zu einem Treffpunkt für Jugendliche. Darüber hinaus nutzen Festgesellschaften den Hotspot, um bei Feiern im Dorfgemeinschaftshaus Musik über das Internet abzuspielen.

Auf die Hilfe der EU setzt auch die Gemeinde Utecht. „Ein kostenloser WLAN-Hotspot wäre schon mal ein Lichtblick. Denn obwohl wir nur wenige Kilometer von Lübeck und Ratzeburg entfernt liegen, fühlen wir uns nach wie vor wie in der digitalen Steinzeit. Wir leben hier in einem Tal der Datenlosen, haben nicht einmal einen vernünftigen Handyempfang, was im Notfall Menschenleben gefährden könnte“, verdeutlicht Bürgermeister Andreas Spiewack.

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