Gadebusch : Schnelle Hilfe im Pflegefall

Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest und Landrätin Kerstin Weiss (r.) heißen Marlind Schöne, Kathrin Menck, Renate Bartsch und Stefanie Herrmann (v.l.) vom Pflegestützpunkt im Rathaus willkommen.
Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest und Landrätin Kerstin Weiss (r.) heißen Marlind Schöne, Kathrin Menck, Renate Bartsch und Stefanie Herrmann (v.l.) vom Pflegestützpunkt im Rathaus willkommen.

Pflegestützpunkt Nordwestmecklenburg sitzt ab heute im Gadebuscher Rathaus. Donnerstags von 9 bis 12 Uhr Sprechstunde

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25. Juni 2015, 00:00 Uhr

Ab heute sitzen die fünf Damen des Pflegestützpunktes Nordwestmecklenburg im Gadebuscher Rathaus. Hinter der ersten Tür auf der linken Seite, direkt neben dem Eingang, können Bürger den Expertinnen vom Landkreis und verschiedener Krankenkassen Fragen rund um das Thema Pflege stellen: Wo bekomme ich welche Hilfe, was muss ich beantragen und wie wird die Pflege finanziert? „Wir informieren kostenfrei und neutral über Sozialleistungen“, erklärt Stefanie Herrmann, eine der Mitarbeiterinnen.

Von der Erstinformation über die Antragstellung bis hin zur Bewilligung der Pflegestufen, das Team hilft wenn der Ernstfall eintritt. „Unser Ziel ist, den Menschen zu helfen, so lange wie möglich in der Häuslichkeit zu bleiben“, sagt Stefanie Herrmann. Zudem unterstützen sie Menschen, die niemanden mehr haben, der ihnen helfen kann. „Wir machen auch Hausbesuche, das ist ganz wichtig, weil einige Menschen weit außerhalb wohnen und nicht zu uns kommen können.“

Getragen wird die Einrichtung vom Landkreis sowie verschiedenen Krankenkassen. Aktuell begleitet das Fünfer-Team 60 Fälle intensiv, mehr als 1000 Gespräche haben die Damen seit Januar geführt. „Bei den meisten ist es Hilfe zur Selbsthilfe, vorwiegend kommen Angehörige zu uns, die sich informieren möchten, wie sie vorgehen können, wenn jemand pflegebedürftig wird“, erzählt Stefanie Herrmann.

In Gadebusch allerdings wird das Angebot der Beratung noch nicht so gut genutzt. Das soll sich nun ändern. Zunächst saß das Team beim Jobcenter. Nun, durch den neuen, zentralen Standort erhoffen sich die Beraterinnen mehr Resonanz. „Wir hoffen, dass wenn wir jetzt hier sitzen, wir auch besser zu erreichen sind“, sagt Stefanie Herrmann. „Telefonisch sind wir in ständiger Bereitschaft. Wer uns erreichen möchte, sollte auf jeden Fall auf den Anrufbeantworter sprechen. Wir rufen jeden zurück.“

Die Damen sind mit dem Herzen dabei, haben die Materie studiert und kennen jedes neue Gesetz. Wenn jemand Bescheid weiß aus welchem Topf Geld kommen kann und wer Unterstützung bei der Pflege geben kann, dann sie. Das Thema ist ein weites und zum Teil unübersichtliches Feld. Doch Stefanie Herrmann verspricht: „Wir sagen Ihnen hier alles, was Sie wissen müssen.“ Und ihre Kollegin Renate Bartsch fügt an: „Wer Hilfe braucht, sollte einfach herkommen.“

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