Thandorf/ Schlagresdorf : Schnelle Hilfe für die Brandopfer

Nach dem verheerenden Brand ist für die betroffene Familie nichts mehr wie es einmal war. Die Gemeinde Thandorf leistete den Geschädigten jetzt unbürokratisch finanzielle Hilfe und hofft auf Nachahmer.
Nach dem verheerenden Brand ist für die betroffene Familie nichts mehr wie es einmal war. Die Gemeinde Thandorf leistete den Geschädigten jetzt unbürokratisch finanzielle Hilfe und hofft auf Nachahmer.

Thandorf stellt Familie in Schlagresdorf nach Brand Soforthilfe zur Verfügung. 500 Euro nach Eilbeschluss an Geschädigte überwiesen

svz.de von
08. April 2015, 07:00 Uhr

Die Nachricht schockierte und machte gleichermaßen betroffen: Vor einer Woche ist der Weidenhof der Familie Kinz aus Schlagresdorf komplett niedergebrannt (wir berichteten). Der Großbrand zerstörte das reetgedeckte Wohnhaus dass nun nach dem Feuer unbewohnbar ist. Nahezu alle persönlichen Dinge der Familie sind vernichtet worden. Ingo Melchin, der Bürgermeister der Gemeinde Schlagsdorf, bat am Sonnabend in der SVZ um Unterstützung. Und die kam schneller als gedacht aus Thandorf.

„Hab und Gut bei einem Wohnhausbrand zu verlieren gehört wohl zu den schlimmsten Ereignissen, die eine Familie ereilen kann“, sagt Wolfgang Reetz, Bürgermeister der Gemeinde Thandorf. Als einen selbstverständlichen Akt der Nachbarschaftshilfe bezeichnet die Gemeinde es deshalb, der betroffenen Familie 500 Euro als Soforthilfe zur Verfügung zu stellen.

„Jeden auch hier in unserem Dorf könnte dieses Schicksal ereilen, als Nachbarn sehen wir uns in der Verantwortung zu einer unbürokratischen Hilfe für die Familie“, so der Bürgermeister. Noch am Ostersonntag haben er und seine beiden Stellvertreter per Rundruf diesen Beschluss gefasst und sofort die Auszahlung in die Wege geleitet. „Natürlich gibt unser Haushalt das nicht her, doch 500 Euro machen uns nicht reich und nicht arm. Wir sehen die Menschen vor irgendwelchen Haushaltsformalien und haben deshalb diese Entscheidung getroffen. Schön wäre, wenn auch andere Nachbargemeinden diesem Beispiel folgen würden. Wenn wir untereinander in solchen Notfällen nicht zusammen stehen, wer denn sonst noch?“

Gleichzeitig sprach die Gemeinde an dieser Stelle noch einmal der Feuerwehr in Schlagsdorf, in der auch Einwohner aus Thandorf ihren Dienst tun und an dem Einsatz teilgenommen haben, sowie allen anderen beteiligten Wehren ihren Dank aus. „Dieses Ereignis zeigt einmal mehr die Bedeutung unserer Gemeindewehren und uns in Thandorf, wie wichtig der Er-halt unserer Löschgruppe vor Ort ist“, sagte Wolfgang Reetz. „Mancher der Einwohnerinnen und Einwohner sollten überlegen, sich dieser Gruppe neu oder aber wieder anzuschließen, um den gefährdeten Weiterbestand doch noch gewährleisten zu können! Wie gesagt: Es kann jeden treffen.“

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