Infoveranstaltung : Schloss-Forum in Gadebusch

In neues Licht getaucht: das Gadebuscher Renaissanceschloss.
1 von 2
In neues Licht getaucht: das Gadebuscher Renaissanceschloss.

Stadt lädt Einwohner und Experten am 12. Dezember zu einer Veranstaltung in den Saal der Feuerwehr ein

23-11367726_23-66109650_1416395505.JPG von
07. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Nach dem Kauf des Gadebuscher Schlosses im Zuge einer Zwangsversteigerung lädt die Stadt ihre Einwohner zu einer Informationsveranstaltung in den Saal der Gadebuscher Feuerwehr ein. Sie beginnt am Dienstag, 12. Dezember, um 19 Uhr kündigt Bürgermeister Ulrich Howest an. Nach seinen Angaben werden Bürger dann mehr erfahren über den aktuellen Stand des Schlosses und über dessen kulturhistorische Bedeutung. Ausführungen dazu werden Hans-Christoph Struck vom gleichnamigen Gadebuscher Ingenieurbüro sowie Prof. Dr.-Ing. Frank Braun von der Hochschule Wismar machen.

Bürgermeister Ulrich Howest hofft, dass möglichst viele interessierte Gadebuscher an der Infoveranstaltung teilnehmen. „Wir möchten ganz bewusst Bürgerinnen und Bürger beim Thema Schloss einbinden und hoffen, dass sie ihre Ideen bei dieser Veranstaltung vorbringen“, so Howest.

Die Geschichte des Gadebuscher Schlosses reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. „Die ersten mecklenburgischen Fürsten residierten einst im Vorgängerbau des heutigen Schlosses und gründeten 1225 die Stadt Gadebusch. Damit ist Gadebusch neben Schwerin und Rostock eine der ältesten Städte Mecklenburgs. Erst 1570/71 wurde der gotische Vorgängerbau zu einem Renaissanceschloss umgebaut“, verdeutlicht Gerhard Schotte vom Förderverein Renaissanceschloss-Museum Gadebusch. Das Schloss, die Stadtkirche und das Rathaus würden mecklenburgische Landesgeschichte schreiben.

Nicht ohne Grund ist die Kirche 2006 in die Liste der Denkmäler mit nationaler Bedeutung aufgenommen worden. Das Rathaus wiederum stellt aus Sicht des einst leitenden Konservators des Landesamtes für Denkmalpflege, Horst Ende ein Juwel des Marktplatzes dar. Rathaus und Kirche – dieses Postkartenmotiv – fehle in keinem Mecklenburg-Buch.

Das dritte historische Gebäude, das Schloss, ist seit dem 19. Oktober dieses Jahres im Besitz der Stadt. „Es ist von der Architektur her mit dem Fürstenhof in Wismar und Teilen des Schweriner Schlosses, Schloss Basedow und Wiligrad gleichbedeutend“, so Gerhard Schotte. Allen Bauten gemeinsam sei der Johann-Albrecht-Stil mit seinem Terrakottaschmuck, der eine mecklenburgische Sonderform in der Renaissancearchitektur einnehme. Auch Schotte hofft, dass möglichst viele Menschen den Wiederaufbau des Gadebuscher Schlosses unterstützen.

In einem wahren Bieterkampf hatte sich die Münzstadt bei der Zwangsversteigerung in Grevesmühlen das Denkmal zurückerobert. In der rund einstündigen Bieterschlacht waren 59 Gebote abgegeben worden. Das niedrigste lag bei 18 100 Euro, das höchste bei 220 100 Euro. Der Landkreis Nordwestmecklenburg hatte das Verfahren der Zwangsvollstreckung angestrengt (SVZ berichtete).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen