Schlagsdorf : Schlagsdorf baut neues Haus für seine Kita

Erzieherin Gabi Kümmel mit Raphael und Hanno in der Schlagsdorfer Kita. Das „Spielhaus“ ist zu eng geworden, deshalb wird angebaut.
Erzieherin Gabi Kümmel mit Raphael und Hanno in der Schlagsdorfer Kita. Das „Spielhaus“ ist zu eng geworden, deshalb wird angebaut.

Hort muss aus der Schule ausziehen und bekommt neues Gebäude. Gemeinde investiert 2,2 Millionen Euro

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25. Januar 2018, 12:00 Uhr

Schlagsdorf In Schlagsdorf wird es mal  wieder  zu eng und  die Gemeinde muss erneut  anbauen.  In diesem Fall platzt die Schule aus allen Nähten. Deshalb sollen die Hortkinder dort ausziehen und ein neues Gebäude neben der Kita bekommen.

Erst vor zwei Jahren war eine  neue Krippe eingeweiht worden, doch der Platz reicht nicht. Mit 81 Kindergartenplätzen und 36 Plätzen in der Krippe ist das „Spielhaus“ nicht gerade eine kleine Einrichtung, die das Jugendhilfezentrum (Jhz) Rehna betreibt. Doch Schlagsdorf erlebe aufgrund seiner günstigen Lage zur A20 einen stetigen Zuzug von jungen Familien mit Kindern, sagt Bürgermeister Ingo Melchin. „Wir haben nur noch wenige Baugrundstücke.“ Und die werden bis zum Sommer wohl verkauft sein.

Daraus ergibt sich für die Gemeinde ein Nachfolgeproblem: Mehr Kinder  brauchen  einen Betreuungsplatz. Zurzeit kann Kita-Leiterin Elvira Herfurth  mit ihren 14 Erziehern nicht  jedem Kind einen Platz anbieten. „In der Krippe haben wir zwar noch wenige freie Plätze, aber der Kindergarten ist voll.“ In der Vergangenheit musste der Träger Jhz  deshalb schon  Sondergenehmigungen des Landkreises einholen, um im Spielhaus mehr Kinder betreuen zu können als die Betriebserlaubnis es eigentlich zulässt.

Direkt neben der Krippe hat die Gemeinde   bereits Bauland für 100 000 Euro von der Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH gekauft. Voraussichtlich im Frühjahr soll die Grundsteinlegung für den Neubau folgen. Das Bauamt in Rehna rechnet damit, dass in den nächsten Tagen die Baugenehmigung erteilt wird. Danach folgen die Ausschreibungen.

  Im neuen Gebäude stehen dann 50 Hortplätze zur Verfügung.  Aus der Kita nebenan sollen ebenfalls Kinder umziehen, damit es nicht mehr so eng ist. 2,2 Millionen Euro wird das kosten, die Gemeinde muss  einen Eigenanteil von 1,2 Millionen stemmen.  Kita-Leiterin Elvira Herfurth ist froh, dass die Gemeinde Schlagsdorf so schnell reagiert. „Es ist nicht schön, wenn wir Eltern keinen Betreuungsplatz anbieten können“, sagt sie. Manja Potts

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