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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 11:26 Uhr

Schildetal erhält Windpark

vom

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2012 | 10:41 Uhr

Schildetal | Auf dem Gebiet der Gemeinde Schildetal entsteht voraussichtlich noch in diesem Jahr ein neuer Windpark. Das bestätigte jetzt die Naturwind Schwerin GmbH. Das Unternehmen plant die Errichtung von insgesamt 13 Windkraftanlagen im Bereich Schildetal und drei weitere auf dem Gebiet der Nachbarkommune Krembz. Wie Prokurist Dirk Donath auf Anfrage der Schweriner Volkszeitung mitteilte, handelt es sich um Anlagen des Unternehmens Enercon vom Typ E-82 E2 mit einer Nennleistung von je 2,3 Megawatt und einer Nabenhöhe von 108 Metern. "Wir rechnen mit einer Inbetriebnahme der Anlagen im kommenden Jahr", so Dirk Donath. Unter günstigen Bedingungen und rein rechnerisch gesehen, könnte der Windpark rund 8000 Haushalte im Jahr mit Strom versorgen.

Das Windkraftanlagen-Eignungsgebiet wurde im August 2011 im Zuge der Neuaufstellung der Regionalplanung - Regionaler Planungsverband Westmecklenburg (RREP) festgesetzt. Dabei handelt es sich um jenes Areal, das in den 1990er-Jahren für die Errichtung einer neuen Großmülldeponie in Betracht gezogen wurde. Unter anderem durch massiven Protest aus der Bevölkerung scheiterte das Projekt.

"Genau genommen befindet sich das Windeignungsgebiet zwischen den Orten Renzow, Badow, Stöllnitz und Pokrent", sagt Bürgermeister Matthias Wiegand. Bereits vor einem Jahr befasste sich die Gemeinde Schildetal mit dem Vorhaben Windkraftanlagen. Auf einer Bürgerversammlung informierten Investoren und Gemeinde über die Errichtung der Anlagen. Matthias Wiegand erinnert sich: "Es gab kaum negative Stimmen." Darüber hinaus handelt es sich um Flächen, die sich in Privatbesitz befinden. Dennoch rechnet der Gemeindechef mit positiven Auswirkungen auf den Haushalt seiner Gemeinde: "In zirka acht Jahren müssten sich derartige Investitionen durch Gewerbesteuereinnahmen bei uns bemerkbar machen." Dabei setzt Wiegand auf die veränderte Steuergesetzgebung. Die sieht vor, dass die Gewerbesteuer dort zu zahlen ist, wo derartige Projekte installiert werden.

Die Naturwind GmbH untermauert die Eignung des Standortes zur Ab sicherung des Millionen-Projekts mit Gutachten zur Avifauna (Vogelwelt) sowie Fledermäusen und Schall. Als Ausgleichsmaßnahmen plant Naturwind die Renaturierung von Söllen und Neuanpflanzungen bzw. Wiederherstellung von Hecken in der Landschaft. Darüber hinaus wird die Entsiegelung von bebauten Flächen geprüft. Dazu gehört der mögliche Abriss einer Bauruine in der Ortslage Renzow.

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