"Das ist kein dummer Jungenstreich!" : Scherben im Carlower Sandkasten

<strong>Bürgermeister Norbert Baumann</strong> hält ein paar Scherben in der Hand, die im Sandkasten gefunden wurden. <fotos>hans taken</fotos>
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Bürgermeister Norbert Baumann hält ein paar Scherben in der Hand, die im Sandkasten gefunden wurden. hans taken

Er dient als Zeitvertreib und soll für Abwechslung sorgen, der neue Spielplatz in Carlow. Doch das Spielen im Sand entpuppte sich plötzlich als gefährlich, denn mutwillig wurden Flaschenscherben im Sand eingegraben.

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17. Juli 2012, 07:24 Uhr

Carlow | Er dient als Zeitvertreib und soll für Abwechslung sorgen, der neue Spielplatz in Carlow. Wippe, Schaukel und Sandkasten sind erst am 1. Juli eingeweiht worden, doch die Spiele mit Bagger und Schaufel im Sand entpuppten sich plötzlich als gefährlich, denn mutwillig wurden Flaschenscherben im Sand eingegraben.

Wenn Bürgermeister Norbert Baumann zur Sprechstunde bittet, dann hört er sich die kleinen und größeren Probleme der Carlower an. Doch das, was ihm die beiden Mütter, die mit ihrem Nachwuchs im Sandkasten spielen wollten, erzählten, konnte er erst gar nicht glauben. Doch die Bilder, die die beiden Frauen mitbrachten, sprachen für sich. Blaue Scherben im Sand - und nicht alle waren auf den ersten Blick auch zu sehen, denn sie waren teilweise eingebuddelt. "Das ist kein dummer Jungenstreich mehr, das ist schon Körperverletzung", sagt Bürgermeister Baumann. Er vermutet, dass die Übeltäter aus dem Dorf kommen, doch noch hat er Abstand davon genommen, bei der Polizei Strafanzeige zu stellen. "Wir wollen es im Guten versuchen", appelliert er an die Vernunft der Jugendlichen. Und er hofft, dass die Eltern ihren Nachwuchs ermahnen, solch einen gefährlichen Unsinn zu unterlassen.

"Öffentlicher Kinderspielplatz", steht auf einem A 4-Blatt, das Norbert Baumann (58) jetzt im Namen der Gemeindevertretung an der Spielfläche installieren lassen möchte. Neben einigen Verhaltensregeln wird auch darauf hingewiesen, dass dieser Kinderspielplatz durch Spenden und Unterstützung von Einwohnern, Vereinen und Einrichtungen errichtet wurde. "Als solcher", ist weiterhin zu lesen, "soll er erhalten bleiben. Tragen Sie dazu bei."

Nur unweit der Spielgeräte, an der Wand eines kleinen Schuppens, liegt ein Haufen voller Scherben und Teller, die dort einfach entsorgt wurden. "Das ist unverantwortlich", schimpft Baumann. Und auch die Schmierereien am Trafohäuschen auf dem Gelände neben dem Bolzplatz seien nicht nur neu, sondern auch absolut fehl am Platz. "Ich hoffe, dass sich diese Vorkommnisse nicht wiederholen, denn beim nächsten Mal werden wir Anzeige erstatten", sagt Baumann.

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