Gadebusch : Schafe knabbern Eschen an

Die Schafen haben die Rinde von Eschen auf dem Dorfplatz von Löwitz angeknabbert. Die Bäume sind Wildwuchs und nicht Teil der historischen Gartenanlage.  Fotos: manja potts
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Die Schafen haben die Rinde von Eschen auf dem Dorfplatz von Löwitz angeknabbert. Die Bäume sind Wildwuchs und nicht Teil der historischen Gartenanlage. Fotos: manja potts

Auf dem Dorfplatz von Löwitz kümmern die Tiere sich um die Grünpflege – Nina Arnold und ihr Mann retteten sie vorm Schlachter

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09. April 2018, 05:00 Uhr

Die Schafe von Nina Arnold grasen friedlich auf dem Dorfplatz von Löwitz. Zwischen zwei Fichten haben sie einen Unterstand bekommen, wenn das Wetter mal zu schlecht ist. Die Tiere halten das Gras kurz, haben sich aber auch an den Stämme der Eschen zuschaffen gemacht, die auf dem Platz stehen.

Ganz freiwillig sind Nina Arnold und ihr Mann vor einigen Jahren nicht unter die Schafhalter gegangen. „Die Stadt hat uns angerufen, dass die Halterin der Schafe gestorben ist und gefragt, ob wir die Tiere nehmen“, sagt Nina Arnold. Hätte sie nicht ja gesagt, den Schafen hätte der Weg zum Schlachter bevorgestanden. Von der Stadt Rehna pachtete sie die Fläche vor dem Gutshaus. Dort nun stehen die Schafe bei Wind und Wetter, und Nina Arnold kümmert sich um sie. Kurz vor Weihnachten haben sich Mitarbeiter des Veterinäramtes des Landkreises die Tiere angeschaut. Familie Arnold bekam die Auflage, den Unterstand auf beiden Seiten zu überdachen. Mit der Haltungssituation waren die Kreismitarbeiter zufrieden.

Mittlerweile grasen auf dem Dorfplatz fünf ausgewachsene Schafe und sechs Lämmer. Eines von ihnen muss Nina Arnold mit der Flasche großziehen. „Es ist schon viel Arbeit“, sagt sie. „Vor allem im Winter.“

Doch auf dem Dorfplatz stehen Bäume, deren Rinde die Tiere angeknabbert. „Keiner dieser Bäume gehört hierhin“, sagt Nina Arnold. Die Eschen und Fichten sind Wildwuchs und nicht Teil der historischen Gartenanlage. Ursprünglich führte ein Rundweg am Haus entlang, wo heute die Bäume stehen. Aus der Treppe hinauf zum Gutshaus ragen Bäume. Ihre Wurzeln zerstören die Treppe. „Die Schafe pflegen den Platz auch“, sagt Nina Arnold. Sie halten das Gras kurz und ersparen der Stadt Rehna somit die Grünpflege. „Als wir hergezogen sind, habe ich angefangen, den Platz zu mähen“, sagt die Stadtvertreterin. Danach habe die Stadt das übernommen und nun die Schafe.

Das Amt Rehna will nun vor Ort überprüfen, welche Bäume angeknabbert wurden und wie sehr sie beschädigt sind, sagt Bernd Karnatz vom Ordnungsamt auf SVZ-Nachfrage. Danach soll entschieden werden, ob die Bäume möglicherweise einen extra Schutz bekommen.

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