Carlow : Sanierte Schule eingeweiht

Einen Baum zur Einweihung der sanierten Schule konnte Schulleiterin Annette Jürß (2.v.l.) entgegennehmen.
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Einen Baum zur Einweihung der sanierten Schule konnte Schulleiterin Annette Jürß (2.v.l.) entgegennehmen.

Mehr als 800 000 Euro wurden in den Standort investiert / Land stellte eine halbe Million Euro zur Verfügung

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23. März 2018, 23:33 Uhr

Nach monatelangen Arbeiten ist in Carlow die sanierte Grundschule eingeweiht worden. Mehr als 800 000 Euro wurden investiert. Dabei wurde auch eine halbe Million Euro vom Land MV über den Kreis Nordwestmecklenburg beigesteuert.

Das Ergebnis der Arbeiten kann sich sehen lassen. Schüler, Lehrer und Eltern zeigten sich gestern begeistert von der sanierten Schule. Der stellvertretende Landrat Matthias Diedereich bezeichnete sie als eine der Herzkammern für das Gemeindeleben. Amtsvorsteher Andreas Spiewack meinte, Carlow könne stolz auf diese Schule sein.

Jahrzehntelang musste die Sanierung zunächst ein Traum bleiben – auch aufgrund der finanziellen Situation der Gemeinde. Die Schulsanierung habe Carlow aber nie aus den Augen verloren, sagte Bürgermeister Norbert Baumann. Mit Hilfe von Zuschüssen, aufgelegter Förderprogramme und jeder Menge Hilfe konnte der Umbau schließlich 2017 begonnen werden. Noch im selben Jahr musste das Geld ausgegeben werden – ein Kraftakt.

Jetzt könne zukünftigen Generationen eine moderne, zeitgemäße Schulausbildung geboten werden. Die Schule verfügt über vier Klassen- und einem Werkraum, einem Computerkabinett, einem Essenraum, zwei Horträumen, einem Lehrerzimmer, zwei Haustechnikräumen, Toilettenanlagen sowie einem Behinderten-WC.

Aktuell besuchen 55 Kinder die Kleine Schule auf dem Lande. Der achtjährige Arno Klink ist einer von ihnen. Schon seine Ur-Ur-Oma hatte hier das Lesen und Schreiben gelernt. Sie war 1903 in Carlow eingeschult worden.

Aus Sicht des Drittklässlers ist der Hortbereich mit Kicker-Tisch besonders gut gelungen. Hier brachte der Knirps dem stellvertretenden Landrat Matthias Diederich gestern bei einem spontanen Testspiel prompt eine 0:1-Niederlage bei. Diederich zeigte Größe und gratulierte dem Jungen zum Sieg.

Landesweit gibt es 38 anerkannte Kleinen Grundschulen, an denen 2404 Schüler unterrichtet werden. „Die ,Kleinen Grundschulen auf dem Lande‘ sichern damit im Flächenland MV die wohnortnahe Beschulung von Schülerinnen und Schülern“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse (SDP) der SVZ. Nach dem Grundsatz „Kurze Wege für kurze Beine“ können an diesen Grundschulen auch Eingangsklassen eingerichtet werden, obwohl die geforderte Schülermindestzahl von 20 nicht erreicht werde. „Gerade um junge Familien für ein Leben auf dem Land zu begeistern, ist das Vorhandensein von einer Kita und einer Schule sicherlich ein Faktor“, so Hesse.

In Nordwestmecklenburg gibt es derzeit 5680 Grundschüler. Im Vergleich zum vorherigen Unterrichtsjahr erhöhte sich die Schülerzahl nach Angaben des Kreises um 681 – ein Anstieg von rund 14 Prozent.

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