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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 07:46 Uhr

Gadebusch : Sandmann begeistert seine Fans

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ausstellung im Museum läuft noch bis zum 31. Oktober

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 23:12 Uhr

Die ersten Sandmänner grüßen schon als Kinderzeichnungen an den Fenstern des Gadebuscher Museums. Nur noch eine Woche – bis zum 31. Oktober – ist in den Räumen in der Amtsstraße die Ausstellung „Unser Sandmännchen – Fernsehliebling, Spielzeug und Markenprodukt“ zu sehen. Gezeigt werden rund 250 Sandmann-Puppen aus den vergangenen Jahrzehnten.

Seit Pfingsten gibt es die Präsentation im Museum, und sie hat sich zu einem wahren Renner entwickelt. „Mehr als 600 Besucher haben die Ausstellung schon gesehen. Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, sagt Museumsleiterin Kornelia Neuhaus-Kühne. Kleine und große Gäste hätten ihren Spaß mit dem Kleinen Mann mit dem weißen Bart.

„Viele erwachsene Besucher fühlen sich an ihre Kindheit erinnert“, berichtet Museumsmitarbeiterin Renate Kranz. Neulich habe sie ein Besucher nach „Kies-Ede“ gefragt. „Diesen Spitznamen für den Sandmann kannte ich bisher auch noch nicht“, erzählt Kranz.

Der kometenhafte Aufstieg des kleinen Mützenträgers begann vor 55 Jahren. Am 22. November 1959 sendete der Deutsche Fernsehfunk die erste Folge von „Unser Sandmännchen“. Der Bühnen- und Kostümbildner Gerhard Behrendt hatte die Figur innerhalb von nur 14 Tagen geschaffen – um der Konkurrenz aus der Bundesrepublik zuvorzukommen. Längst ist der Sandmann aber zum Schlafbringer für alle Mädchen und Jungen in Ost und West geworden, flimmert unter anderem im Kinderkanal Kika über den Bildschirm.

Grundlage der Ausstellung im Gadebuscher Museum ist die Sammlung von Gerhard Wilski, der 1944 geboren wurde und in Erkner bei Berlin aufwuchs. 1953 siedelte seine Familie in die Bundesrepublik über. Nach der Wende entdeckte Wilski sein Interesse an Gegenständen aus der DDR, die er für die Nachwelt erhalten wollte, und so entstand auch seine Leidenschaft für den Sandmann. Ergänzt wird die Schau in Gadebusch durch Originale und Materialien von Marianne Serowski und Heidrun Wilkening.

Puppen in allen Größen und Verkleidungen sind in der Präsentation zu sehen – darunter auch Figuren aus den frühen 1960er-Jahren. Die ersten Lizenzprodukte stammten damals aus Sonneberg in Thüringen. In der Ausstellung in Gadebusch ist auch John Blund zu bewundern. So heißt der Sandmann in Schweden. „Schon die ganz kleinen Museumsbesucher wissen genau, wie ein richtiger Sandmann aussehen muss“, betont Renate Kranz.

Das Gadebuscher Museum hofft noch auf viele Sandmann-Fans in den verbleibenden Ausstellungstagen bis zum kommenden Freitag. Geöffnet ist die Anlage in der Amtsstraße 5 dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Bisheriger Spitzenreiter in der Gunst der Museumsbesucher war übrigens die große Teddy-Ausstellung im Jahr 2008, die damals mehr als 1000 Gäste begeisterte.

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