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Katastrophenschutz Schönberg : Säureunfall löst Großeinsatz aus

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Fast 200 Einsatzkräfte sind bei einer Katastrophenschutzübung auf der Deponie Ihlenberg bei Schönberg im Einsatz.

svz.de von
erstellt am 02.Jul.2017 | 20:30 Uhr

Der unkontrollierte Austritt von 96-prozentiger Schwefelsäure in einer Halle der Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft mbH (IAG), besser bekannt als Deponie Schönberg, ist das Szenario einer gemeinsamen Einsatzübung der Rettungskräfte Nordwestmecklenburgs. Da sich zu diesem Zeitpunkt eine Besuchergruppe sowie Mitarbeiter der IAG in dem Gebäude befinden, wird die gesamte Maschinerie in Gang gesetzt: Alle verfügbaren Einheiten der Feuerwehren, des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes werden mobilisiert. Die Einsatzleitung hat Kreiswehrführer Torsten Gromm. „Die Menschenrettung hat absolute Priorität. Erst wenn alle Personen geborgen sind, geht es an die Schadstoffbeseitigung“, erklärt der Feuerwehrmann.

 

Dabei kommt es darauf an, dass alle 192 Rettungskräfte koordiniert zusammenarbeiten. Das fängt schon in der mobilen Einsatzzentrale an, deren wichtiger Teil der Funkraum ist. „Hier laufen alle Meldungen von den einzelnen Einsatzgruppen ein, werden zur Auswertung weiter gegeben und anschließend die entsprechenden Anweisungen per Funk übermittelt“, verdeutlicht Thomas Runo von der Techniktruppe der Feuerwehr Grevesmühlen.

Die Übungsleitung hat Mathias Diederich. „Wir müssen lernen, mit solchen Szenarien umzugehen. Wir müssen die Köpfe und die Abläufe kennenlernen“, so der stellvertretende Landrat des Kreises Nordwestmecklenburg auf Nachfrage der SVZ.

In der auf sieben Stunden angesetzten Einsatzübung nahmen die Feuerwehren aus Grevesmühlen, Selmsdorf, und Dassow, die Betriebsfeuerwehr der IAG sowie der Erweiterte Löschzug Katastrophenschutz des Landkreises mit Kameraden der FFw Gadebusch, der Gefahrgutzug Katastrophenschutz mit Feuerwehrleuten aus Rehna und Warin und der Dekontaminationszug teil. Bei den Rettungsdiensten waren es das DRK, die DLRG, der ASB und der Malteser Hilfsdienst.

„Wir führen regelmäßig solche Großübungen durch“, so Diederich. Bei der IAG zuletzt 2009.

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