Nach Tiermisshandlung in Roggendorf : Saba sucht ein neues Zuhause

Für Leckerlies tut Saba  fast alles, weiß Tierheimleiterin Meike Jaworski.
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Für Leckerlies tut Saba fast alles, weiß Tierheimleiterin Meike Jaworski.

Der völlig verwahrloste Pyrenäen Berghund-Mix wurde von Tierschützern wieder aufgepäppelt

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16. Dezember 2017, 05:00 Uhr

„Saba hat es verdient, in ein liebevolles Zuhause zu kommen“, sagt Tierheimleiterin Meike Jaworski bestimmt. Sie hat den Pyrenäen Berghund-Mischling an der Leine und berichtet über das Schicksal der Hündin: Das Tier sei über ein befreundetes Tierschutzprojekt im September ins Tierheim Roggendorf gekommen. Doch bereits im Sommer – Ende Juni, Anfang Juli – sei die Hündin den Tierschützern einfach vor die Tür gelegt worden. „Saba war völlig entkräftet, voller Tumore in der Milchleiste und mehr tot als lebendig“, schildert Meike Jaworski den damaligen Zustand des Tieres.

Den befreundeten Tierschützern sei es durch aufopferungsvolle Hingabe gelungen, die Hündin langsam wieder aufzupäppeln. „Dabei stand zuerst sogar im Raum, Saba aufgrund ihres desolaten Zustandes einzuschläfern“, erzählt Roggendorfs Tierheimleiterin. Es gab kaum jemanden, der daran glaubte, dass das total verängstigte und körperlich hinfällige Tier – unter anderem war das Halsband bereits halb eingewachsen – noch zu retten sei. „Keiner hätte es für möglich gehalten, dass sie so wieder aufblüht“, freut sich Diplombiologin Jaworski über das Ergebnis der Pflege in dem befreundeten Tierschutzprojekt.

So sah Saba im Sommer aus.
Meike Jaworski
So sah Saba im Sommer aus.
 

Nach Roggendorf ins Tierheim ist der Pyrenäen Berghund-Mischling gekommen, weil man hier bessere Chancen für eine Vermittlung an einen neuen Halter sieht. „Saba ist ja doch nicht mehr die Jüngste. Aber wir haben gedacht, wir müssen alles versuchen, dass sie wenigstens in der zweiten Hälfte ihres Lebens ein gutes Zuhause bekommt – denn sie hat gezeigt: sie will leben“, erklärt Meike Jaworski.

Saba ist allem Anschein nach im Jahr 2008 geboren. Sie ist, wie bei Hunden aus dem Tierheim üblich, kastriert, entwurmt, entfloht, geimpft und gechipt. Sie ist ihrer Rasse entsprechend wachsam und Fremden gegenüber zunächst misstrauisch. „Hat sie aber einmal Vertrauen gefasst und Freundschaft geschlossen, ist sie ein toller, verschmuster und anhänglicher Begleiter“, so Jaworski. Sie brauche aber auch eine Aufgabe. Das könnte z.B. für so einen Herdenschutzhund das Bewachen eines Grundstücks sein. „Sie braucht aber unbedingt den Anschluss an ihre Familie. Das heißt: Wir wünschen uns für Saba ein neues Zuhause in einem Haus mit Garten, wo sie mit ins Haus darf und wo es okay ist, wenn sie das Grundstück bewacht“, hat die Tierschützerin klare Vorstellungen.

Saba liebe Spaziergänge, ist eine echte Wasserratte. Sie sei als Einzelhund geeignet, würde aber nach entsprechender Eingewöhnung andere Tiere akzeptieren. Grundsätzlich vertrage sie sich mit Artgenossen. Sie bleibt einige Zeit problemlos alleine, fährt aber auch gern im Auto mit. Kinder sollten in ihrem neuen Zuhause nicht sein.

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