Wismar : Ruhestörer richtet „Pistole“ auf Polizisten und drückt ab

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Ein Feuerzeug als Tatwaffe: Beamte überwältigen einen 54-jährigen Mann in Wismar

svz.de von
15. August 2016, 13:54 Uhr

Mit einer vermeintlichen Pistole im Anschlag ist ein 54-jähriger Mann in Wismar Polizisten entgegen getreten. Die Beamten hatten an der Wohnungstür des Mannes geklingelt, weil es eine Beschwerde über zu laute Musik gab.

Die Wohnungstür des Mannes blieb zunächst verschlossen. Kurze Zeit später öffnete er sie. „In seiner Hand hielt er eine Pistole im Anschlag und drückte sofort ab“, sagte Axel Köppen von der Polizeiinspektion Wismar am Montag.

Die Beamten reagierten unmittelbar, überwältigten den Mann und nahmen ihm die „Pistole“ ab. „Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der von einer echten Waffe spontan nicht zu unterscheidenden Pistole, um ein Feuerzeug“, so Koeppen. Gegen den 54-jährigen Mann läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung und Widerstandes gegen Vollzugsbeamte.

Der Zwischenfall mit dem Wismarer „Musikliebhaber“ hätte durchaus weitreichendere Konsequenzen haben können. „Wenn nicht schnell genug klar geworden wäre, dass es sich bei der Waffe um ein Feuerzeug handelt und der Mann die Tür wieder zugeschlagen hätte, wäre im Notfall auch ein Sondereinsatzkommando angerückt“, hieß es dazu aus Polizeikreisen. 

Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nimmt die Aggressivität gegen Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern zu. Schläge, Tritte ins Gesicht, Pöbeleien und Beleidigungen passierten inzwischen fast täglich und immer häufiger auch im normalen Wach- und Wechseldienst, so die GdP.

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