zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. Oktober 2017 | 22:59 Uhr

Wirtschaft : Rückenwind für Rehnas Kabelbauer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Firma Awek-Protech fertigt Spezialleitungen für weltweit tätige Unternehmen der Energie-, Medizin-, Sicherheits- und Bahntechnik an.

svz.de von
erstellt am 23.Feb.2015 | 11:45 Uhr

Ein Talent für filigrane Handarbeit, Geduld und ein gutes Auge – das kennzeichnet die Frauen in der Kabelkonfektion bei der Firma Awek-Protech in Rehna. Die Männer dagegen müssen anpacken können und vor allem große, schwere Kabel bewegen. In dem Unternehmen, das seit dem Jahr 1990 zunächst in Bülow und seit 2000 direkt in der Klosterstadt Kabel in allen Variationen konfektioniert, Kabelbäume herstellt und Metalle bearbeitet, sind mittlerweile 76 Mitarbeiter tätig. „Von der einstigen verlängerten Werkbank der Muttergesellschaft AWEK AG in Barsbüttel sind wir heute weit entfernt“, sagt der Geschäftsführer Dirk Dönges.

Den gebürtigen Bielefelder hatte ursprünglich sein Hobby, das Segeln, in den Norden und an die schleswig-holsteinische Ostseeküste getrieben. Ein Zufall fügte es, dass er als Maschinenbauingenieur im Januar 2003 den Posten als Geschäftsführer in der mecklenburgischen Provinz antrat. „Zu dem Zeitpunkt hatte das Unternehmen einige Schwierigkeiten zu meistern, die auch nicht die letzten blieben“, erzählt der 49-jährige Dönges. Denn von notwendigen Entlassungen und Kurzarbeit weiß er ebenfalls zu berichten. Doch seit der ambitionierte Unternehmer 2010 den Betrieb aus dem Mutterkonzern herausgelöst hat und damit sein eigener Chef wurde, geht es kontinuierlich bergauf.

Seit 2010 steigerte das international aktive Unternehmen seinen Umsatz von vier auf 5,3 Millionen Euro im Jahr 2013. Die Mitarbeiterzahl spiegelt ähnliches wider: Waren es vor knapp fünf Jahren etwa 60 Kollegen, sind es heute 76 – mit Bedarf nach weiterem Personal. Hier sieht Dönges jedoch Probleme: „Wie viele andere Betriebe spüren auch wir bei der Personalsuche sowie bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen den Mangel an geeigneten Mitarbeitern in der Region.“ Um aktuell vor allem der Auftragslage aus dem Bereich der Windenergie nachzukommen, sucht das Unternehmen weitere Mitarbeiter.

Darüber hinaus lebt das Unternehmen den Ansatz des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, um vorhandene Ressourcen effektiv zu nutzen. „Die Arbeitsabläufe optimieren, die vorhandenen personellen und maschinellen Kapazitäten sinnvoll auslasten und so präzise arbeiten, wie wir uns gemäß unseres Qualitätsmanagementsystemes verpflichtet haben, das sind die bedeutenden Herausforderungen in der Produktion“, stellt Dirk Dönges fest.

Neben der Windkraft beliefert Awek-Protech derzeit Unternehmen der Branchen Medizin-, Sicherheits- und Bahntechnik. Allen ist eins gemein: Sie sind auf Präzision angewiesen. Weil genau das ohnehin der Anspruch ist, entschied sich Awek-Protech, nicht nur nach der DIN-Norm zu fertigen, sondern ließ sich nach der Luft- und Raumfahrtnorm EN 9100 zertifizieren. „Damit sind wir bestens für weiteres Wachstum aufgestellt“, ist sich Unternehmer Dönges sicher.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen