zur Navigation springen

Altersgerechtes Wohnen in Roggendorf : Roggendorf klotzt ran

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Sieben neue altersgerechte Wohnungen entstehen bis zum Juni / Nachfrage enorm: Wohnflächen bereits vor Baustart vermietet

von
erstellt am 16.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Ein Tag, ein Haus – mit dieser Formel weiß Andreas Paulsen umzugehen. Zumindest am neuen Standort für altersgerechtes Wohnen Roggendorf lässt sich dieser Zeitplan jetzt umsetzen. „Wir befinden uns im Haus II, gestern wurde es aufgestellt, heute feiern wir Richtfest“, sagt Paulsen. Damit stehen zwei von insgesamt drei geplanten Flachbauten. Für ein drittes Haus wäre die Zustimmung eines Grundstücksnachbarn erforderlich gewesen. Diese erhielten die Bauherren Andreas, Anke, Norbert und Chris Paulsen nicht, somit wird nun eine etwas abgespecktere Variante umgesetzt.

Der Bedarf ist vorhanden, gibt Paulsen zu verstehen: „Statt elf bauen wir sieben Wohneinheiten, die vor dem Baustart alle vermietet wurden.“ Der Unternehmer setzt damit sein zweites barrierefreies als auch altersgerechtes Wohnprojekt am Standort um. Bereits 2009 entstand auf dem ehemaligen Schulgelände ein Wohnkomplex. Seither ist die Nachfrage ungebrochen. „Die Lage ist optimal. Arzt, Schule, Kindergarten, Einkaufsmöglichkeiten und kurze Wege zur Arbeit nach Ratzeburg und Schwerin“, sagt Norbert Paulsen. Standortfaktoren, die Roggendorf attraktiv für Familien und ältere Menschen machen und die 770 000 Euro Investition beflügelten. Die Aufträge gingen an Unternehmen im Umkreis von 20 Kilometern. Ein Muss meint das Investoren-Team: „Das Geld muss hier vor Ort bleiben.“

Den kürzesten Weg, den dürften auf alle Fälle Elfi und Wolfgang Schröder als neue Mieter haben: „Wir ziehen vom Wohnblock über die Straße ins neue Heim. Darauf freuen wir uns“, sagt Elfi Schröder. Für sie und ihren Mann gehört das Treppensteigen künftig der Vergangenheit an. Obendrauf gibt es für die beiden Senioren noch eine Terrasse und etwas Grün ums Haus. „Der Einzugstermin Ende Juni steht“, sagt Andreas Paulsen. Zweieinhalb Monate verbleiben den Handwerkern. Und die sind zuversichtlich. Zumal Paulsen eng gesteckte Zeitpläne, die einen reibungslosen Bauablauf ermöglichen, bevorzugt.

Dabei sah es anfangs gar nicht so gut aus. Paulsen: „Frühjahr 2015 wollten wir ursprünglich den Abriss eines leer stehenden Gehöftes mit Stallungen vollziehen. Es wurden verschiedene Tierarten, u. a. Fledermäuse, gesichtet. Folglich zog sich der Abriss bis zum Oktober 2015 hin.“ Das wiederum bedeutete einen erheblichen Zeitverlust, für Paulsen ein vermeidbarer.

Beim gestrigen Richtfest war von all dem nichts spürbar. In einer der 85-QuadratmeterWohnungen feierten Mieter und Bauschaffende das Richtfest. Die passenden Worte beim Richtspruch fand Werner Rick aus Ziethen, der reichlich Applaus erhielt.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen