Bloodhoundtreffen : Riesig, aber lieb und verträumt

Tanja Weidler aus Lamspringe liebt ihre sieben Bloodhounds.
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Tanja Weidler aus Lamspringe liebt ihre sieben Bloodhounds.

Angereist aus ganz Deutschland: Mehr als 25 Bloodhounds und ihre Besitzer treffen sich auf dem Nesower Storchenhof

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24. Juni 2015, 07:00 Uhr

Etwas Angst bekam man schon, wenn man am Eingangstor des Nesower Storchenhofes von Monika und Monika „Mück“ Reh stand. Eine Vielzahl riesiger „Bloodhounds“ erwartete die Gäste allerdings freudig schwanzwedelnd mit einer schier unglaublichen Selbstsicherheit und einem verträumten Blick, so dass man die Vierbeiner einfach streicheln und lieb haben musste. Die mehr als 50 Kilogramm und bis zu 75 Zentimeter Schulterhöhe erreichenden Hunde waren sich ihrer Statue und ihrer Überlegenheit wohl bewusst. Mehr als 20 Besitzer dieser früheren Spürhunde und ihre Vierbeiner trafen sich jetzt auf dem Storchenhof in Nesow Dorf, um gemeinsam über diese nicht sehr häufig gehaltene Hunderasse zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

„Wir haben selbst seit eineinhalb Jahren unsere Luise und haben uns über Facebook mit anderen Haltern immer wieder geschrieben und angefreundet. Deshalb haben wir uns in diesem Jahr zum zweiten Mal hier getroffen, um einfach eine Menge Spaß zu haben und uns zu unterhalten“, erzählte Monika Reh.

Dass die Hunderasse eher selten in Deutschland gehalten wird, verrieten die Herkunftsorte der Teilnehmer. Neben Bielefeld und Hannover kamen selbst Österreicher in das kleine Dorf und erlebten dort nicht nur schöne Tage, sondern statteten auch gleich mal dem Rehnaer Klosterfest einen Besuch ab.

„Ich wohne 60 Kilometer neben Hannover in Lamspringe. Dieses Treffen hier ist toll in einer idyllischen Atmosphäre“, erzählte Tanja Weidler. Sie hält gleich sieben dieser riesigen Hunde und bildet sie auch für die Fährtensuche aus. „Wir haben schon alles gefunden. Von Pferden über Katzen bis hin zu Schildkröten“, berichtete die Lamspringerin. Doch der kurioseste Einsatz sei die Jagd nach einem entflohenen Känguru gewesen, sagte die Hundehalterin. Die Hunde hätten im Herbst 2014 zumindest die Richtung weisen können, während das Känguru schon mehr als zwei Kilometer weiter gesprungen war. „Eine Drohne hat das Tier dann im Wald aufgespürt“, erzählt sie. Während einige Hunde aus eigener Zucht stammen, seien andere aus dem Tierheim oder wie Bloodhound Churchill aus einer Tötungsanstalt in Ungarn gekommen. „Churchill hat erlebt, wie dort hingebrachte Hunde nach zwei Wochen erschlagen wurden. Bei mir lebt er mit anderen Hunden glücklich“, sagte Tanja Weidler.

Extra aus Bielefeld war Kathrin Rohde gekommen. Auch sie habe sich in die Bluthunde verliebt. Ihr vierbeiniger Jasper komme überall mit und wenn man so ein Treffen im schönen Mecklenburg mitmachen können, sei man auf jeden Fall dabei, erzählte sie. „Da sind dann die paar Autostunde Fahrt kein Problem“, erklärt sie und gibt gleichzeitig einen Hinweis zur Haltung dieser Tiere. „Wer Bloodhounds hält, sollte sich schon auf ein Tier mit viel Pflegebedarf einstellen. Sie sabbern sehr stark und manchmal müssen auch Einrichtungsgegenstände oder Tapeten dran glauben“, sagte die Bielefelderin.

„Im vergangenen Jahr kamen 15 Gäste zu uns, jetzt waren es fünf mehr. Unser Treffen spricht sich rum. Mal sehen, wieviele Gäste wir nun im September zu unserem Bullitreffen bekommen“, gab Monika „Mück“ Reh einen kleinen Ausblick auf die nächste Veranstaltung auf dem Nesower Storchenhof.


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