übung : Retten aus Trümmern

Mit einem Schleifkorb wird eine vermisste Person aus dem verfallene Krankenhaus geborgen.
Mit einem Schleifkorb wird eine vermisste Person aus dem verfallene Krankenhaus geborgen.

THW Gadebusch übte am alten Krankenhaus in Warin. Freiwillige Helfer werden gesucht

svz.de von
29. Juli 2015, 23:51 Uhr

Als das Technische Hilfswerk wieder abrückte, war das alte Krankenhaus in Warin in einem noch desolateren Zustand – und das ist auch gut so.

Zum Abschluss der mehrmonatigen Fachausbildung stand für die ehrenamtlichen Helfer kürzlich die Jahresübung zum Thema „Retten aus Trümmern“ an. Das alte Krankenhaus in Warin bot sich als Übungsobjekt an. Gemäß des Einsatzauftrages mussten die Gadebuscher eine vermisste Person finden und aus dem Gebäude retten. Damit die Einsatzkräfte aber überhaupt in das verfallenen Haus eindringen konnten, mussten vorab einige einsturzgefährdete Gebäudeelemente gesichert werden.

Um die Person aus dem Gebäude in Warin herauszubringen, schafften die Kameraden einen Wanddurchbruch. Danach wurde die Vermisste mittels Schleifkorb und einem Leiterhebel aus der Gefahrenstelle geborgen.

Während der Rettungsarbeiten überwachte der ESS-Trupp (EinsatzstellenSicherungSystem) das Gebäude. Mit Hilfe von Messpunkten am Objekt konnte jede noch so kleine Bewegung festgestellt werden, so dass im Ernstfall die Einsatzkräfte schnell gewarnt werden können.

„Diese Ausbildung zählt zum Standard“, sagt Tino Koeppe vom THW. „Glücklicherweise brauchen wir sie nicht oft.“ Ein Kollege sei vor einigen Jahren nach einem schweren Unwetter mal in Frankreich im Einsatz gewesen. Auch nach dem schweren Unwetter auf den Philipinen waren Helfer aus Gadebusch vor Ort.

Neben diesen ungewöhnlichen Einsätzen ist Gadebusch vor allem für die Absicherung von gestürzten oder einsturzgefährdeten Häusern ausgerüstet. „Wir waren damit nach dem Tornado in Bützow im Einsatz“, sagt Koeppe. Im Mai war ein schwerer Sturm durch die Kleinstadt gezogen und hatte eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Damals sicherten die Gadebuscher zahlreiche Gebäude.

Doch die Helfer haben Nachwuchssorgen. Deshalb wirbt Koeppe für die Arbeit beim Technischen Hilfswerk. „Wer Interesse an der ehrenamtlichen Mitarbeit hat, kann sich gerne bei den Dienstveranstaltungen ein eigenes Bild machen. Sie finden regelmäßig montags bzw. samstags in Gadebusch, Ratzeburger Chaussee 9 statt.“

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