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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 15:18 Uhr

Angeln : Rekordkarpfen aus dem Schaalsee

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Fischer Philipp Eberle geht dieser Tage etwa 20 Jahre alter und rund 18 Kilogramm schwerer Rekord-Karpfen ins Netz

von
erstellt am 30.Dez.2014 | 07:58 Uhr

Der Schaalsee ist offensichtlich immer wieder für eine dicke Überraschung gut: Denn was Philipp Eberle dieser Tage ins Netz gegangen war, ist nicht nur absolut rekordverdächtig, sondern wohl auch äußerst selten.

„Ich wollte meinen Augen gar nicht trauen, als ich diesen Riesenkarpfen erstmals zu Gesicht bekam“, erinnert sich der 26-Jährige, der seit April dieses Jahres als Fischwirt bei der örtlichen Schaalseefischerei Rehboom arbeitet. Im Kirchensee, einem etwa 24 Hektar großen Teil des Schaalsees, war ihm das etwa 20 Jahre alte Schuppentier ins Netz gegangen. „Als wir ihn das erste Mal wogen, brachte der Fisch gut und gerne über 18 Kilogramm auf die Waage“, berichtet der junge Mann weiter, der aus Hohen Sprenz stammt und den morgigen Jahreswechsel bei den Eltern feiern wird. Natürlich mit Fisch. „Karpfen könnte ich jeden zweiten Tag auf dem Teller haben, Aal jeden Tag“, verrät Philipp Eberle schmunzelnd im SVZ-Gespräch.

Auch für seine Chefin Diana Rehbohm ist der über einen Meter lange Fisch alles andere als gewöhnlich. „Solch einen kapitalen Fisch habe ich hier noch nie gesehen“, verrät die 43-Jährige, die seit 2010 Inhaberin der Schaalseefischerei ist. Und ihren Beruf der Binnenfischerin übt sie immerhin schon seit etwa 14 Jahren aus. Von diesem mächtigen Tier könnten gut und gerne 20 Personen satt werden, berichtet sie weiter. „Sein Fleisch sieht aus wie das vom Kalb, ist nicht fett und schmeckt sehr lecker.“

Über ihre Ladentheke gingen Weihnachten neben Forellen, Saiblingen, Lachsforellen sowie Schaalseehechten wieder jede Menge Karpfen verschiedenster Größen. „Dieses Jahr waren die Sechs- bis Siebenpfünder besonders gefragt, sonst sind es die Vier- bis Fünfpfünder. Dieses Jahr wird auch verstärkt von jungen Leuten Karpfen verlangt, im letzten Jahr waren es noch Forelle und Saibling bei dieser Käuferschicht. Das freut mich besonders. Hier scheint sich offenbar die Tradition durchzusetzen“, sagt Diana Rehbohm, die momentan noch Karpfen zwischen zwei bis acht Pfund und auch den 36-Pfünder in den Hälterbecken vorhält. Bei ihr selber steht an Silvester Karpfen „blau“, also gekocht, auf dem abendlichen Speiseplan. Mit viel Butter, Möhren und Kartoffeln. „Es wird ein Karpfen zwischen zweieinhalb bis drei Kilo sein mit ganz viel scharfem Spreewälder Meerrettich. Einfach nur lecker.“

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