Zwischen Rehna und Gadebusch : Rekordbeteiligung bei Briefwahl

Auch nach Australien, Südafrika, Belgien und Tschechien wurden Briefwahlunterlagen verschickt.  Collage: Christine Preuß
Auch nach Australien, Südafrika, Belgien und Tschechien wurden Briefwahlunterlagen verschickt. Collage: Christine Preuß

Auch in Australien, Belgien, Tschechien und Südafrika wollen deutsche Staatsangehörige ihre Kreuze für die Bundestagswahl machen

von
21. September 2017, 04:45 Uhr

Wenige Tage vor der Bundestagswahl haben in der Region Gadebusch-Rehna-Lützow bereits tausende Wähler ihre Kreuze gemacht. Sie nutzten die Möglichkeit der Briefwahl und sorgten da für eine Rekordbeteiligung.

Allein im Amtsbereich Lützow-Lübstorf forderten von den rund 11 200 Wahlberechtigten bislang 2081 die Briefwahlunterlagen an. Im Amtsbereich Rehna nutzten bereits 13 Prozent der 9600 Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit der Briefwahl. „Wir haben bis nach Australien und Südafrika Wahlunterlagen verschickt. Auch dort wollen deutsche Staatsangehörige von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen“, sagt Bernd Karnatz vom Amt Rehna. Nach seinen Angaben lag die Briefwahlquote in den Jahren zuvor bei sieben bis acht Prozent. „Jetzt haben wir die magische Zahl 1000 bereits geknackt. Diese Marke hatten wir noch nie erreicht“, so Karnatz.

Eine neue Rekordbeteiligung vermeldet auch das Amt Gadebusch. Bis gestern Vormittag hatten von den 8618 Wahlberechtigten bereits 1344 ihre Stimme abgegeben. „Das ist auch für uns ein neuer Spitzenwert“, sagt Verwaltungschef Matthias Jankowski. Nach seinen Angaben seien auch von Gadebusch aus Wahlunterlagen ins Ausland verschickt worden: nach Tschechien und Belgien.

Damit Wählerinnen und Wähler von einem Stimmrecht Gebrauch machen können, legten Gadebuscher Amtsmitarbeiter bei der vorangegangenen Landtagswahl übrigens sogar eine Sonderfahrt ein. Sie brachten an jenem Sonntag die Wahlunterlagen direkt an ein Krankenbett. Darin befand sich ein Mann, der sich am Tag vor der Wahl das Bein gebrochen hatte und mit seinem Gipsfuß nicht mehr ins Wahllokal gehen konnte. In diesem begründeten Ausnahmefall wurden die Amtsmitarbeiter quasi zum Wahlboten. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen