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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. September 2017 | 23:21 Uhr

Rehna : Reininghaus setzt auf Stichwahl

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der Bürgermeister-Kandidat der Wählergemeinschaft „Bürger für Rehna“ will alte Konflikte zwischen Vereinen auflösen

von
erstellt am 16.Mai.2014 | 09:30 Uhr

Martin Reininghaus aus Rehna (Wählergemeinschaft Bürger für Rehna) bewirbt sich erneut für das Amt des Bürgermeisters der Stadt. Der 54-Jährige stellte sich bereits 2009 zur Wahl. Im SVZ-Interview mit Redakteur Michael Schmidt berichtet Martin Reininghaus über den politischen Kurs, den er als Bürgermeister einschlagen würde und über die Punkte, bei denen es in seinen Augen derzeit in der Kommunalpolitik hakt.

 

Herr Reininghaus, Sie treten wieder an, rechnen Sie dieses Mal mit einer Stichwahl?
Martin Reininghaus: Ja. Nachdem die vergangene Wahl ziemlich knapp im ersten Wahlgang entschieden wurde, gehe ich dieses Mal davon aus, dass Hans Jochen Oldenburg und ich in der Stichwahl landen werden.


Welchen Kurs würden Sie als möglicher Bürgermeister von Rehna einschlagen?
Na ja, ich würde gern in der Stadtvertretung die Zusammenarbeit ändern wollen – zum Beispiel wird die Tagesordnung von Stadtvertretersitzungen unnötig durch Bagatellgeschäfte belastet. Die Stadtvertretung muss nicht über die Verpachtung von Miniflächen und Mini-Einnahmen von acht bis fünfzehn Euro pro Jahr entscheiden. So etwas könnte auch der Hauptausschuss tun. Stattdessen gehören aber die wichtigen Themen in die öffentliche Stadtvertretersitzung.


Woran hakt es in der Kommunalpolitik in Rehna?
Es hakt vor allem daran, dass hier keine vernünftige Gesprächskultur herrscht – so kann man das wohl am besten zusammenfassen. Es gibt keinen Ort, an dem man sich ernsthaft über Sachverhalte und Probleme der Stadt vernünftig unterhalten kann. Das geht nicht und ich möchte das gerne dringend ändern. Eine Stadt kommt nur dann voran, wenn an einem Tisch vernünftig miteinander geredet werden kann.


Ein Blick zurück: Sie haben sich mit dafür stark gemacht, dass die Dienstwagenaffäre aufgearbeitet wird. Fürchten Sie, dass ihnen das bei der Wahl am 25. Mai zum Nachteil gereichen könnte?
Nein. Denn viele Bürger haben nach wie vor ein gesundes Gefühl für die Dinge. Beim Bürgermeister darf nicht einmal der Verdacht aufkommen, dass man für sich Vorteile angenommen hat. Hans Jochen Oldenburg hat nicht dazu beigetragen, dass Thema in der Sache jemals aufzuklären. Insofern glaube ich daran, dass viele Bürger der Meinung sind: So kann das nicht bleiben.


Welche Brennpunkte gibt es in der Stadt Rehna?
Wir haben eine Menge Baustellen zu bearbeiten. Höchste Priorität hat das Gewerbegebiet, das voran gebracht werden muss. Zwar sind die Beschlüsse dazu gefasst, aber an der Umsetzung hakt es eben noch. Letztlich müssen wir es gemeinsam schaffen, ausreichend Werbung für diesen Standort zu machen, damit sich neue Unternehmen in unserem Gewerbegebiet ansiedeln. Außerdem müssen wir unsere Stadt auch weiterhin für junge Familien attraktiv halten.


Rehna hat viele Vereine, wie soll eine faire Vereinsförderung gewährleistet werden?

Zunächst einmal sind alte Konflikte zwischen einzelnen Vereinen bis heute nicht aufgelöst worden. Hier muss man schlichtweg versuchen, die handelnden Personen regelmäßig an einen Tisch zu holen, da nur gemeinsame Gespräche dazu führen, dass Vorurteile ausgeräumt werden. Es müssen endlich offene Diskussionen her, die hier bislang nicht stattgefunden haben. Ich halte es grundsätzlich für falsch, sich für oder gegen bestimmte Vereine zu positionieren. So etwas tut der Stadt nicht gut.


Ein anderes Thema ist der Bahnlückenschluss Rehna-Schönberg.
Stimmt, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Rehna schlecht angebunden ist an Lübeck und Hamburg. Darunter leiden wir. Man kommt per Bahn nicht nach Lübeck zum Arzt. Jugendliche können abends noch nicht mal nach Schwerin ins Kino, weil der letzte Zug viel zu früh fährt. Das ist zu wenig für Rehna. Wir brauchen also stündliche Verbindungen nach Lübeck und nach Schwerin. Rehna hat eine reelle Chance von der Nähe zur Metropolregion zu profitieren. Aber noch, und das ärgert mich, habe ich keine Unterstützung beim Land. Ich würde mir wünschen, dass MV in eine andere Richtung denkt.


Wo werden Sie am Wahlsonntag um 18 Uhr sein?
Also in jedem Fall verbringe ich den Abend mit der Wählergemeinschaft und wir werden regelmäßig ins Wahllokal gehen, um bei der Auszählung dabei zu sein. Es wird spannend….

 

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