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SPD-Kandidat vermutet eine geplante Aktion : Reihenweise Wahlplakate zerstört

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Der Wahlkampf hat begonnen und die Wahlplakate liegen am Boden. Unbekannte haben in den vergangenen Nächten in Wismar unzählige Plakate für die Kreis- und Landtagswahl kaputtgemacht oder von Laternenmasten gerissen.

svz.de von
erstellt am 28.Jul.2011 | 05:22 Uhr

Wismar | Der Wahlkampf hat begonnen und die Wahlplakate liegen am Boden. Unbekannte haben in den vergangenen Nächten in Wismar unzählige Plakate für die Kreis- und Landtagswahl kaputtgemacht oder von Laternenmasten gerissen.

In der Bürgermeister-Haupt-Straße liegen die Fetzen der Poster noch vor den großen Wänden. Hier hat es die CDU und die SPD getroffen. In der Dr.-Leber-Straße ist das Plakat der Grünen kaputt. Ein Stück die Straße hoch hat SPD-Kandidat Tilo Gundlack seine Plakate an Laternenmasten angebracht. Er will am 4. September in den Landtag einziehen und macht dafür Werbung. Nun liegt ein Teil der Poster auf dem Boden. Sie wurden heruntergerissen und sind komplett kaputt. "Da ist sicher auch ein bisschen Übermut dabei", sagt er. Doch Aktionen wie in den vergangenen Nächten seien ungewöhnlich. Gundlack vermutet, dass das geplant war und nicht mal eben so passierte.

Insgesamt 15 Großplakate hat die SPD in der Hansestadt aufgestellt. Ein großer Teil davon sei beschädigt. "Das ist eine gezielte Aktion", sagt Martin Zenker, Regionalgeschäftsführer der SPD in Nordwestmecklenburg. Es sei auch nicht möglich, das alleine zu machen. Dafür seien die Plakate zu groß und die Wege zu weit. Merkwürdig sei zudem, dass die Plakate der NPD immer noch hängen würden, wenn die der demokratischen Parteien abgerissen seien. Aus dem Kreis seien ihm solche Schäden noch nicht gemeldet worden. Offenbar beschränkt sich die Aktion bislang auf Wismar.

Die SPD hat eine Firma beauftragt, die großen Plakatwände aufzubauen und zu bewirtschaften. Sie muss nun dafür sorgen, dass nachgeklebt wird. Diesen Anruf hat Ingrid Schafranski schon getätigt. Auch die Kreisgeschäftsführerin der CDU vermutet, dass die Zerstörung geplant war, denn die Unbekannten hätten sich viel Mühe gemacht, die Plakate richtig runterzureißen. Beide Plakate in der Bürgermeister-Haupt-Straße seien komplett zerstört. "Sie müssen sich sehr sicher gefühlt haben", sagt Ingrid Scha franski, denn die Straße ist viel befahren. Landtagskandidat Tilo Gundlack hat seine Antwort darauf gefunden. Er war am Donnerstag wieder unterwegs und hat Plakate angebracht. Darauf zu sehen ist Storch Heinar - eine Satire auf die platten Parolen der Rechtsextremen.

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