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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. November 2017 | 17:56 Uhr

Ehrung : Rehnaerin lebt für den Sport

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Angret Gleuel wurde mit 16 Jahren Übungsleiterin in Rehna und später auch Sportlehrerin – dafür wurde sie nun geehrt

svz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 11:38 Uhr

„Sport bestimmt mein Leben“, sagt Angret Gleuel mit leicht zitternder Stimme. Die 76 Jahre alte Rehnaerin ist Übungsleiterin bei der Frauen-Gymnastik-Sportgruppe. „Die Gruppe ist einfach klasse, ich freue mich immer wieder auf die nächste Stunde, weil meine Frauen so toll sind. Sport verbindet uns alle.“ Seit 60 Jahren hat sie nun schon den Posten der Übungsleiterin beim Rehnaer Sportverein inne und wurde dafür ausgezeichnet. Von ihren Frauen bekam sie eine besondere Überraschung: ein Buch mit Bildern aus den vergangenen Jahrzehnten.

Die Leidenschaft für Sport entfachte schon lange vorher. „Ich wollte immer Sportlehrerin werden. Deswegen habe ich auch viele Disziplinen gemacht und dann dieses ganze Drumherum einfach geliebt“, sagt sie mit einem verträumten Blick. Ihre Mutter habe sie damit aufgezogen und gesagt, sie solle sich ein Bett direkt in der Turnhalle aufstellen, dann würde sie sich Wege sparen.

Sie spielte Handball, Tischtennis, sprintete in der Leichtathletik und bewies ihr Können im Geräteturnen. „Jetzt bin ich natürlich nicht mehr so gut wie damals, aber dennoch hat der Sport immer noch eine große Bedeutung für mich“, sagt sie. Da überrascht auch nicht die Wahl ihres Ehemannes, Peter. Der war begeisterter Fußballspieler und auch viele Jahre beim Rehnaer SV ehrenamtlich tätig. „Wir haben uns, was diese Leidenschaft und das Engagement anging, sehr gut ergänzt. Das passt einfach.“ Zwar ist er nicht mehr aktiv, unterstützt Angret Gleuel aber weiterhin bei ihren sportlichen Erlebnissen.

Gerne erinnert sich die Rehnaerin noch an die Teilnahmen an der Spartakiade in Leipzig – sowohl als Jugendliche als auch als Lehrerin. „Wir waren ein verrückter Haufen. Als Lehrerin hatte ich immer mein Tun.“ Als Lehrerin habe sie sogar dreimal beim Ausscheid teilgenommen, zwar war sie mit „ihren Kindern“, wie sie ihre Schützlinge heute noch nennt, nicht erfolgreich gewesen, doch darum sei es nie gegangen. „Für uns standen der Spaß und das Miteinander im Vordergrund. Das habe ich auch versucht, meinen Schülern zu vermitteln.“

Das ist ihr gelungen, stellt Karin Seidel klar. Die 50-jährige Rehnaerin ist ebenfalls ausgebildete Übungsleiterin und Mitglied der Gymnastikgruppe. Aber sie kennt Angret Gleuel auch noch aus einer ganz anderen Zeit: „Ich habe bei ihr in der dritten Klasse das Schwimmen gelernt und wir haben beide lange dafür gearbeitet, damit ich es kann.“ Nun macht sie nicht nur Gymnastik mit ihrer ehemaligen Sportlehrerin, sondern ist auch ihre Nachfolgerin. „Wenn ich aufhöre, weiß ich, dass die Gruppe mit Karin gut weitergeführt wird. Noch macht es mir aber zu viel Spaß, deswegen kann das noch ein wenig dauern“, sagt Angret Gleuel mit einem Lachen im Gesicht.

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