Manege frei! : Rehnaer Schüler machen Zirkus

Marcello Maatz und seine Frau Sylvia Keselowsky (r.)  bringen den Kindern die Fertigkeiten in der Manege bei.
Marcello Maatz und seine Frau Sylvia Keselowsky (r.) bringen den Kindern die Fertigkeiten in der Manege bei.

Vorführung mit Projektzirkus „Bellissimo“ heute und am morgigen Freitag um 18 Uhr

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20. März 2014, 00:15 Uhr

Nicht nur Zirkusluft schnuppen, sondern mitmachen lautet die Devise in Rehna. Mädchen und Jungen der Grundschule arbeiten sei Montag an ihrer eigenen Show im Chapiteau. In Kooperation mit dem Projektzirkus „Belissimo“ aus Bielefeld studieren die Grundschüler Tricks und Kniffe für ihren Galaabend. Dazu zählen akrobatische Vorführungen wie Teller-Jonglage, Clownerie, Artistik bis hin zum tierischen Auftritt mit einer Gruppe dressierter Ziegen.

Ans Meckern denken unter dem blauen Zirkuszelt weder Tiere noch Kinder. „Am Montag haben wir gemeinschaftlich mit allen Kindern aufgebaut“, erzählt Grundschulkoordinatorin Kerstin Boldt. Sie hält die Fäden für das Projekt in den Händen und ist sichtlich glücklich, dass „Bellissimo“ nach mehr als vier Jahren auf Wunsch der Schule ein weiteres Mal auf dem Reitsportplatz Station macht.

„Kein Problem. Wir sind dabei“, sagt Zirkusdirektor Marcello Maatz. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia Kaselowsky trainiert er die Kinder in der Manege, gibt Anweisungen zum Führen der Tiere, während Sylvia Kaselowsky um Ruhe in der Manege ringt. Dort sitzen vollauf begeistert Mädchen und Jungen, die es kaum erwarten können die Manege betreten zu dürfen. Selbst jene Jungs, die sich anfangs nicht so recht trauten am Galaabend im Rampenlicht zu stehen, sind mit wachsender Begeisterung dabei.

Genau diese Veränderungen sind es, die Kerstin Boldt und das Team der Grundschullehrer in Rehna beflügeln möchten: „Schule ist mehr als Unterricht. Mit solch einem Projekt erhalten alle Kinder die Chance, ihre Talente unter Beweis zu stellen.“ Solch eine Gemeinschaftsarbeit sei die „beste Charakterschule, in der Mut, Zuverlässigkeit und Achtung der Teampartner sich entwickeln“. Kinder, die in der Schule weniger erfolgreich arbeiten, hätten nun ebenso die Chance auf Anerkennung vor dem Publikum.

Zur Gruppe der Gäste dürfen sich am heutigen Donnerstag und am morgigen Freitag nicht allein die Eltern, Großeltern und verwandten der Kinder zählen. „Wir haben Platz für 500 Gäste. Jeder der will, kann vorbeischauen“, sagt Direktor Maatz. Fünf Euro kostet ein Sitzplatz für die zweistündige Show der 180 Kinder im geheizten Zirkuszelt. Marcello Maatz: „Die Eltern werden sich wundern, was ihre Kinder zu leisten vermögen.“ Der Vorhang zur Show öffnet sich am Donnerstag und Freitag jeweils um 18 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse.

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