Schüleraustausch : Rehnaer Jugendliche in der Ukraine

Das gemeinsame Erlernen von Tänzen gehörte zum Programm der Schüler aus Deutschland, Polen und der Ukraine.
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Das gemeinsame Erlernen von Tänzen gehörte zum Programm der Schüler aus Deutschland, Polen und der Ukraine.

Zu einem fünftägigen Schüleraustausch trafen sich Teilnehmer aus drei Ländern in Smila

svz.de von
12. Mai 2018, 05:00 Uhr

„Verschiedene Nationen, Gemeinsame Werte“ – unter diesem Motto trafen sich ukrainische, polnische und deutsche Schüler zu einem fünftägigen Schüleraustausch im fernen Smila. Erstmals flogen auch Schüler der Regionalschule Rehna in die 68 000-Einwohner-Stadt in der Zentralukraine. Für manche der Jugendlichen aus der Klosterstadt war dies ihr erster Flug überhaupt. „Am Flughafen in Kiew wurden wir von den polnischen Schülern und ihren Betreuern erwartet und gemeinsam fuhren wir mit dem Bus über die löchrige Landstraße nach Smila und wurden dort von den Gasteltern und -schülern herzlichst empfangen“, erzählt Geographie-Lehrerin Manuela Thun.

In gemischten internationalen Gruppen beschäftigten sich die Schüler mit den Themen Tradition, Historie des Austausches, Geographie der teilnehmenden Orte, Tourismus sowie einem Freundschaftswörterbuch. Dafür wurde fleißig im Internet recherchiert, die Sprachmittler kontaktiert oder in der Gruppe besprochen, wie bestimmte Dinge einfach und für jeden verständlich gesagt werden konnten. Während der Pausen wurde die im Vorjahr begonnene Tradition des gemeinsamen Erlernens von Tänzen fortgesetzt. Zum Programm gehörte unter anderem auch ein Ausflug nach Kiew. Kunstmuseum, Zwiebeltürme, Statue der Mutter Erde – in der ukrainischen Hauptstadt gab es für die Teilnehmer des Schüleraustausches viel zu sehen. „Überall im Park trafen wir auf großes Kriegsgerät und übermannsgroße Abbildungen von Soldaten im Kampf“, erzählt Manuela Thun. So bekamen die Schüler Einblicke und Informationen über den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und seinen Auswirkungen im Osten des Landes, der 2014 ausbrach und noch immer kein Ende hat. Mehr als 10 000 Soldaten und Zivilisten verloren bis heute ihr Leben. In einer Ausstellung gab es zerschossene Autos, persönliche Gegenstände und Bilder der Gefallenen und wirklichkeitsgetreue Nachbildungen besonderer Militärpersonen zu sehen.

Neben weiteren Projekten wurde zum Abschluss des Schüleraustausches ein „Baum des Lebens“ angefertigt. Dazu mussten sich die einzelnen Gruppen erst einmal für wichtige Schlagwörter entscheiden, die etwas mit dem gemeinsamen Leben in Europa zu tun haben. Darunter waren Begriffe wie Toleranz, Demokratie, Frieden, kulturelle und sprachliche Unterschiede, wissenschaftlicher und technischer Fortschritt sowie Gleichheit. Nach der Einigung auf die wichtigsten Wörter wurden diese auf Schmetterlingen von jedem Jugendlichen unter der Verwendung verschiedenster Materialien und Symboliken kreativ gestaltet.

Fazit Manuela Thun: „Bedanken möchten wir uns im Namen der Schüler beim deutsch-polnischen Jugendwerk, dem Landkreis Nordwestmecklenburg und dem Amt Rehna, die durch ihre finanzielle Unterstützung erst so einen Austausch möglich machen. Unsere Jugendlichen haben in dieser kurzen Zeit viel über das Leben und die Herzlichkeit der Menschen in der Ukraine erfahren.“

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