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Klackernde Schachtdeckel sorgen für schlaflose Nächte : Rehnaer haben genug vom Lärm der Straße

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Das Brummen der Motoren, das Klackern der Auflieger und das Vibrieren der Gläser im Schrank - vom Sound der Straße hat der Rehnaer Hartmut Eichler genug. Er findet kaum noch einen erholsamen Schlaf.

svz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 07:00 Uhr

Rehna | Das Brummen der Motoren, das Klackern der Auflieger und das Vibrieren der Gläser im Schrank - vom Sound der Straße und den Folgeerscheinungen hat der Rehnaer Hartmut Eichler genug. Er findet kaum noch einen erholsamen Schlaf. Dabei hat der ehemalige Tief- und Straßenbauer in seinen Berufsjahren alles mitgetragen, was für einen reibungslosen Verkehr auf den Straßen notwendig ist. "Mit dem zunehmenden Lastkraftwagenverkehr wird der Zustand auf der Bundesstraße 104 immer schlimmer", sagt Eichler. Dabei blickt er auf die asphaltiere Ortsdurchfahrt vor seinem Haus.

Direkt vor der Tür befinden sich Schächte für Regenwasser und Schmutzwasser. "Jedes Mal, wenn ein Lkw darüber fährt, ist bei uns im Haus ein lautes Klacken hörbar", so der Rehnaer. Seiner Erfahrung nach müssen die "Schächte gezogen werden". Diese seien durch die enorme Belastung abgesackt. "Da hilft auch kein Teer mit Split, wie er vor wenigen Tagen an den Schächten aufgetragen wurde. Der Höhenunterschied zwischen Fahrbahn und Schachtdeckel, der ist sehr gut erkennbar." Diese Unebenheit sorgt für Erschütterungen im Haus.

Eichler erinnert sich: 1997 erfolgte die Sanierung der Straße. Vor drei Jahren wurde der Asphalt erneuert. In dieser Zeit habe der Lastkraftwagenverkehr enorm zugenommen. "Halb Europa fährt durch Rehna. Sonntags ab 22 Uhr geht es los. Ich zähle fünf bis sechs Lkw in der Minute", sagt Eichler.

2012 habe er sich mit dem Problem Unebenheit bereits beim Zweckverband gemeldet. Die Servicestelle habe versprochen, dass die Problematik untersucht werde. "Bislang ist nichts passiert", sagt Eichler.

Auf Nachfrage der SVZ lässt sich keine Eingabe finden. "Bei uns liegt nichts vor", sagt Dirk Fröhling. Eichler räumt ein, dass er sein Anliegen damals nicht zu Papier gebracht hat. Dies sei aber hilfreich, betont der Zweckverband Radegast. Nur so lasse sich der Vorgang prüfen. Außerdem habe man kein Interesse daran, dass solche Arbeiten nicht durchgeführt werden. Ein Sprecher des zuständigen Straßenbauamtes Schwerin empfiehlt, den Kontakt mit der Straßenmeisterei in Gadebusch aufzunehmen. "Wir werden die Zuständigkeit prüfen. Es gibt Schächte für den Regenwasserkanal und das Abwassersystem", heißt es aus Schwerin. Ist das System nicht im Toleranzbereich, werde nachgebessert. "Ich werde die Angelegenheit noch einmal anpacken", sagt Eichler.

In puncto Verkehrsbelastung sind Zweckverband als auch Straßenbauamt machtlos. Dort liegt die Entscheidungsgewalt bei den politischen Gremien. Ob diese, die Kritik aus Rehna wahrnehmen, bleibt abzuwarten. Bei der jüngsten Podiumsdiskussion zum Thema Nahverkehr, forderte Bauausschussvorsitzender Heinrich Teegen von den Bundespolitikern der CDU, SPD, Linke und Grüne, die Mautpreller zu stoppen und den Brummiverkehr auf ein erträgliches Maß auf den Bundesstraßen zurückzuschrauben.

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