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Zukunftspläne : Rehna will die Wirtschaft stärken

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Amtsleiter Hans Martin Buschhart setzt im neuen Jahr auf größere Gewerbegebiete und mehr Investitionen in die Jugendarbeit

svz.de von
erstellt am 01.Jan.2014 | 22:00 Uhr

Neues Jahr, neue Vorsätze. Das Amt Rehna hat sich für das Jahr 2014 für die Bewohner seiner Gemeinden viel vorgenommen. Das wohl bedeutendste Vorhaben wird die geplante Gebietserweiterung in Richtung Schönberg sein. „Wir wollen ungefähr zehn Hektar dazugewinnen“, sagt Hans Martin Buschhart, Amtsleiter in Rehna.

Dafür hofft der Amtsleiter allerdings auf einen Zuwendungsbescheid des Landes bis Februar dieses Jahres. Dieses Gebiet sei wichtig, um die Wirtschaft innerhalb des Amtes, aber auch des Landkreises Nordwestmecklenburg, voranzubringen. „So wollen wir Gewerbetreibende ansiedeln, schließlich haben auch wir mit dem demografischen Wandel im Land zu kämpfen und müssen diesem entgegenwirken.“ Zudem soll dies durch die Förderung von Wohnungsbauprojekten geschehen, wie beispielsweise in Rehna bei den zwei Bebauungsgebieten am Wasserwerk und Tricota.

Mit der Fertigstellung dieser Projekte sollen junge Leute angezogen werden. „Durch die Gebietserweiterung wollen wir Gewerbeflächen bereitstellen, damit sich Investoren und Firmen ansiedeln können“, beschreibt Buschhart die Ziele. Bereits in den vergangenen Jahren hätten viele Unternehmer Anfragen für das Amtsgebiet gestellt, allerdings mussten die Verantwortlichen diese ablehnen, da keine freien Flächen mehr vorhanden waren. „Auf Dauer kann das so nicht funktionieren, man kann Interessenten nicht warten lassen. Zum Glück hat dies die Wirtschaftsförderung des Landes ebenfalls erkannt und unterstützt uns“, so Buschhart.

Dann fehle nur noch die Förderung und Verbesserung der Jugendarbeit. Geschehen ist dies im vergangenen Jahr bereits in der Gemeinde Schlagsdorf. „Dort wurde in der Regional- und Grundschule das Atrium, welches vor allem für die Schulspeisung vorgesehen ist, fertiggestellt.“ In diesem Jahr sollen nun die vom Landkreis vorgegebenen neuen Brandschutzbedingungen für die Schule umgesetzt werden. „Bis Februar sollen komplett neue Türen eingebaut werden und dann ist die Sanierung der Schule abgeschlossen, was vor allem für den Schulverband Schlagsdorf ein Erfolg ist“, erläutert Buschhart. Diese Investitionen kosteten rund 670 000 Euro. Der Rehnaer Schulverband werde ebenfalls in diesem Jahr ein Bauvorhaben umzusetzen – eine neue Zweifelderhalle. Das Kostenvolumen für dieses Projekt umfasst circa vier Millionen Euro. „Im Dezember haben wir den Prüfvermerk des Betriebes für Bau und Liegenschaften des Landes bekommen, dieser ist Voraussetzung für eine Förderung und liegt nun im Innenministerium.“ Noch im Januar werde ein Antrag auf Sonderbedarfszuweisungen gestellt.

Dies reiche aber nicht aus, um junge Menschen in der Region zu halten. Deshalb habe sich speziell die Gemeinde Rehna Gedanken um eine sozialpädagogische Kraft gemacht und diese Stelle nun ausgeschrieben. Eine Prämie für Zugezogene werde es definitiv nicht geben, „dieses Modell haben schon viele andere Gemeinden ausprobiert und sind gescheitert, wir wollen viel mehr das Vorhandene nutzen und verbessern. Deshalb planen wir, mit möglichen bereitgestellten Mitteln unter anderem den Jugendklub der Klosterstadt zu sanieren“, erklärt der Amtsleiter weiter.

Diese Mittel könnten durch einen Erfolg des vergangenen Jahres zur Verfügung stehen: durch die Eingemeindung von Vitense und Nesow. „Durch diese Gemeindefusion haben wir die Möglichkeit, Investitionsmaßnahmen durch bereitgestellte Fördermittel der Gemeinden zu tätigen. Außerdem ist Rehna Siedlungsschwerpunkt und bekommt daher 150 Euro pro Einwohner zusätzlich. Dies wirkt sich im Umkehrschluss auch auf die drei Gemeinden aus“, erklärt Buschhart.

Aus diesem Grund schließt der Amtsleiter ebenfalls eine Fusion mit den Ämtern Gadebusch und Lützow-Lübstorf in den kommenden Jahren nicht aus. „Ich habe schon mit Amtskollegen darüber gesprochen und ich kann mir gut vorstellen, dass aufgrund der Kreisgebietsreform eine Ämtergebietsreform durchaus vorstellbar ist.“ Man müsse dafür auf den Ämterzusammenschluss von Crivitz, Banzkow und Ostufer Schweriner See blicken. „Ein größeres Amt bedeutet zwar weitere Wege für die Einwohner, aber auch erhebliche Einspar- und Vereinfachungspotenziale. Man muss jetzt sehen, wie das läuft und dann abwägen, was sinnvoll und zukunftsfähig ist“, so Buschhart.


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