Gewerbegebiet wächst um 7,4 Hektar : Rehna will die Wirtschaft stärken

<fettakgl>Christian Voß   </fettakgl> bot Unterhaltung auf Plattdeutsch und mit Tarnows Geschichte 'De Reichsdags-Wahlräd'.<fotos>volker Bohlmann</fotos>
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Christian Voß bot Unterhaltung auf Plattdeutsch und mit Tarnows Geschichte "De Reichsdags-Wahlräd".volker Bohlmann

Sekt, Häppchen, Small-Talk und beste Laune waren die Zutaten für den Neujahrsempfang 2013 der Stadt Rehna. Lediglich "fünf Minuten Gehör" erbat sich Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg für seine Rede am Freitag.

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14. Januar 2013, 08:53 Uhr

Rehna | Sekt, Häppchen, Small-Talk und beste Laune waren die Zutaten für den Neujahrsempfang 2013 der Stadt Rehna. Lediglich "fünf Minuten Gehör" erbat sich Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg für seine auf das Wesentliche reduzierte Rede am Freitag vor rund 120 Gäste im Langen Haus von Rehna.

Ein geselliger Abend, welcher der Wiedersehensfreude und dem Knüpfen neuer Kontakte oder einfach dem Small-Talk diente. Folglich waren für Oldenburg die wichtigsten Akteure aus 24 Vereinen der Stadt, der Wirtschaft, örtliche Unternehmer sowie Kommunalpolitiker der Region geladen. Ihr gemeinsames Wirken möge auch in Zukunft die Kommune mit ihren 3000 Einwohnern voranbringen, so Oldenburg in seiner Ansprache. Zumindest für die Wirtschaft sind die Weichen gestellt. Das Credo heißt Wachstum.

Das Augenmerk der Stadt liegt dabei auf dem Wohnungsbau und der Erschließung weiterer Flächen für produzierendes Gewerbe. "Durch den Ankauf von Grundstücken stehen im Gewerbegebiet weitere 7,4 Hektar zur Verfügung", sagt Oldenburg. Häuslebauer, die in der Stadt eine Heimat finden wollen, werden voraussichtlich noch in diesem Jahr Bauflächen in den Wohngebieten am Wasserwerk mit 1,7 Hektar sowie auf dem Gelände der Trikotahalle mit 7000 Quadratmetern finden. Über einen Mangel an Nachfragen kann sich die Kommune nach Angaben des Bürgermeisters nicht beklagen: "Für das Gebiet am Wasserwerk gibt es neun Bewerber und für das Gelände Trikota liegen vier Bewerbungsschreiben vor." Darüber hinaus wird es eine Baugebietserweiterung in Brützkow geben.

Weitere ehrgeizige Projekte, wie die Mühlenteichsanierung, der Bau einer Sporthalle in 2014 sowie einer Basketball- und Eislauffläche am Heinrich-Sternberg-Park stehen auf der Agenda. Ob und wie diese Wünsche sich realisieren lassen, dürfte unmittelbar mit der Finanzlage der Stadt in Zusammenhang stehen. "Die Gelder werden immer geringer", sagt Oldenburg, der den Gästen und Mitstreitern für die künftigen Projekte als auch privat "Glück und persönliches Wohlergehen und vor allem Gesundheit" wünschte.

Für das Wohlergehen am Abend sorgte das Team vom Hotel Stadt Hamburg. Krustenbraten, Kasseler, Hähnchenbrust, Salate und Gemüse sowie Getränke standen in Variation zur Auswahl. Kulturell setzte Pastor i.R. Christian Voß im Bundestagswahljahr auf Plattdeutsch mit Tarnows Werk "De Reichsdags-Wahlräd" Akzente, bevor er mit der "Schlädenfohrt" sich dem winterlichen Treiben widmete. Nicht weniger unterhaltsam zeigte sich die Gästeschar. Monika Reh freute sich jedenfalls über die Einladung ihrer Bekannten Eva Doßmann zum Besuch des Empfangs, wenngleich die Wahl-Nesowerin aus Köln zugeben musste "dem Plattdeutschen nicht in Gänze gewachsen zu sein". Derartige Hürden gilt es mit Humor zu nehmen und daran mangelt es an Rhein und Radegast als auch auf dem Storchenhof von Monika Reh bekanntlich nicht. Eine gute Basis für Eva Doßmann, die gerne "neue Verbindungen hinsichtlich einer gemeinsamen Kulturarbeit knüpfen möchte". Auf Kurs bleibt der MC-Rehna. Anfang Februar wird der Verein seinen Vorstand neu wählen. Erste Wahl dürfte mit Sicherheit der langjährige Vorsitzende Heinrich Teegen bleiben. Er will sich auch im 41. Jahr der Verantwortung für den Motorsportverein stellen. Es sei denn, da "kommt einer aus der Versenkung hervor". Aber ganz ohne Vereinsarbeit geht es nicht, denn die bereite ihm trotz umfangreicher Arbeitspläne enorm viel Spaß, meint Heinrich Teegen. "Wenn du am Ende siehst, wie alles läuft und die Sportler mit Eifer dabei sind, dann freut dich das ungemein."

Mit Herz dabei ist auch Rita Völzer, wenn es um die Heimat-Arbeit geht. Diese beinhaltet nicht allein die Pflege der niederdeutschen Mundart wie Hans Jochen Oldenburg beim Neujahrsempfang von der Chefin des Plattdeutschen Vereins erfahren durfte. "Mir liegt der Denkmalsberg am Herzen und die schöne Aussicht auf Stadt und Umland", so Rita Völzer. Hochgewachsene Fliederbüsche verhindern dies. Das heitere Arbeitsgespräch auf Plattdeutsch scheint von Erfolg gekrönt. Die Stadt will sich um eine bessere Fernsicht kümmern. Rita Völzer freut es, dass auch die kleinen Dinge beim Neujahrsempfang Beachtung finden.

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