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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 04:29 Uhr

Ordnungsamt : Rehna verteilt wieder Knöllchen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Horst-Dieter Fentzan kontrolliert die Ordnung im Bereich der Stadt. Glasscherben auf Spielplätzen und Parkflächen sind ein Problem.

von
erstellt am 08.Aug.2014 | 11:00 Uhr

Ordnung muss sein: Die Stadt Rehna wird mit Horst-Dieter Fentzan ihre Bemühungen zur Kontrolle des so genannten ruhenden Verkehrs verstärken. Wer ab sofort nicht aufpasst, Parkuhren vergisst, falsch stellt, der muss mit einem Knöllchen an der Frontscheibe seines Wagens rechnen. Gleiches trifft für Hundebesitzer zu, die ihre Vierbeiner im Stadtgebiet unangeleint laufen lassen, bzw. die Hinterlassenschaften nicht wegräumen.

Mit Schikane oder abkassieren hat die neue Ordnungsoffensive nichts zu tun, betont Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg im Gespräch mit der SVZ: „Nein, wir müssen uns nur auf dem Marktplatz umschauen. Dort finden wir nicht selten die Situation vor, dass die Fahrzeuge in dritter Reihe abgestellt sind.“ Grundsätzlich habe man natürlich Verständnis, dass die Kunden die Geschäfte im Stadtgebiet schnell erreichen, aber diesbezüglich sind auch die Inhaber gefordert. Sie sollten ihre Autos nicht vor die Geschäftstür, sondern auf den öffentlichen Parkplätzen am Kloster abstellen. Das sei kundenfreundlicher und schafft Entlastung am Markt.

Horst-Dieter Fentzan ist nicht neu in diesem Fachgebiet. Der 67-Jährige arbeitete über Jahre als Ordnungshüter im Amt Rehna. Nun wird er nebenberuflich und per Vertrag und Ausweis für die Kommune unterwegs sein. „Von Amtswegen war es nicht möglich, den kompletten Umfang der Aufgaben in der Stadt abzusichern“, so der Leiter des Bau- und Ordnungsamtes Bernd Karnatz. Folglich hat die Stadt sich für eine eigene Kraft entschieden. An Aufgaben wird es Fentzan nicht mangeln. Die reichen über die Kontrolle von parkenden Fahrzeugen hinaus. „Uns liegt viel daran, dass im Bereich Mühlenteich, Parkfläche am Kloster und vor der Schule mehr Sauberkeit einzieht“, sagt Oldenburg.

Konkret spricht er die Jugendlichen und jungen Besucher der Stadt an, die mit ihren Fahrzeugen tägliche Treffen organisieren. „Kein Problem, aber zerschmissene oder auf dem Spielplatz verbuddelte kaputte Flaschen müssen der Vergangenheit angehören“, sagt der Bürgermeister. Damit ist Fentzans Aufgabe klar definiert. Reichen seine Hinweise nicht aus, stehen sowohl die Polizei als auch das Ordnungsamt mit weiterführenden Maßnahmen zur Seite. „Aber vielleicht reicht es schon, wenn wir die Leute direkt ansprechen und sie von sich aus ihren Unrat beseitigen“, so Karnatz, denn gegen die Treffen habe niemand etwas. Wohl aber gegen die mutwillige Zerstörung von städtischem Eigentum, wie die Beleuchtung am Steg und Zerstörung von Schildern.

Der traurige Höhepunkt: Vor wenigen Tagen wurde eine Frau bei der Nutzung des Kneippbeckens am Kloster bedrängt – nach SVZ- Recherchen goss ein Jugendlicher eine Flasche mit Bier über den Kopf der Frau aus.

Geschehnisse, die aus Stadtsicht geahndet werden müssen. Dafür wird Fentzan insbesondere in den Nachmittags- und Abendstunden im Stadtgebiet unterwegs sein.

 

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