Brandschutz : Rehna stellt Drehleiter in Dienst

Sie ist da: die Drehleiter der Rehnaer Feuerwehr. Am Sonnabend wurde sie offiziell in Dienst gestellt. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 300 000 Euro.  Fotos: Michael Schmidt
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Sie ist da: die Drehleiter der Rehnaer Feuerwehr. Am Sonnabend wurde sie offiziell in Dienst gestellt. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 300 000 Euro. Fotos: Michael Schmidt

Wirtschaft und öffentliche Hand investierten 300 000 Euro für mehr Sicherheit der Bürger

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02. November 2015, 07:15 Uhr

Die Brandschützer aus Rehna verfügen erstmals seit der Gründung ihrer Feuerwehr vor 115 Jahren über eine Drehleiter. Der in Karlsruhe generalüberholte Leiterwagen wurde am Sonnabend offiziell in Dienst gestellt und soll künftig Löscharbeiten und die Rettung von Menschen erleichtern.

Der 300 000 Euro teuren Investition waren jahrelangen Bemühungen und Enttäuschungen vorausgegangen. So hatte die Kommune vergeblich auf eine finanzielle Beteiligung durch das Land MV gehofft. Letztlich ermöglichten Stadt, Landkreis und der Rehnaer Franz Gelz (Inhaber der Firmen HTG und HSE Gadebusch) den Kauf der Drehleiter. Gelz’ Unternehmensgruppe stellte so wie die Kommune und der Landkreis 100 000 Euro zur Verfügung.

Dass das Innenministerium trotz gemeinsamer Bemühungen sich nicht an der Finanzierung beteiligte, bedauerte Landrätin Kerstin Weiss. „Umso schöner ist es, dass sich die Wirtschaft hier mit eingeklinkt hat und das Anliegen mit 100 000 Euro unterstützte. Man kann nicht hoch genug anerkennen, wenn Wirtschaft und öffentliche Hand hier etwas gemeinsam für die Bürger tun“, sagte Nordwestmecklenburgs Landrätin in Rehna.

Wehrführer Henry Wanzenberg sprach von einem denkwürdigen Tag in der 115-jährigen Geschichte der Rehnaer Feuerwehr. „Denn bei aller Freude über die Beschaffung der Drehleiter muss man auch sagen, dass der Weg bis heute viele Nerven uns so manches graue Haar gekostet hat. Dabei wiesen wir immer wieder auf die Notwendigkeit dieses Fahrzeuges hin, das eine Investition für mehr Sicherheit unserer Bürger ist“, so Wanzenberg.

Auch Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg verwies auf den steinigen Weg. „Fast fünf Jahre haben wir gebraucht, um alle Hürden für die Anschaffung eines solchen Fahrzeuges zu nehmen“, so Oldenburg. Er dankte nicht nur den Geldgebern sondern auch den Feuerwehrleuten für deren ehrenamtlichen Einsatz. Denn im Notfall seien sie es, die für andere durchs Feuer gingen.

Für den Unternehmer Franz Gelz war es übrigens ein persönliches Anliegen, in seiner Heimatstadt Rehna dazu beizutragen, dass die Sicherheit der Menschen auch im Falle eines Brandes gewährleistet ist. Nachdem die SVZ Anfang dieses Jahres publik gemacht hatte, dass das Land die Drehleiter nicht mitfinanzieren würde, wandte sich Franz Gelz an den Verwaltungschef des Amtes, Hans Martin Buschhart, und bot Hilfe an.

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