Neues Denkmal : Rehna pflanzt Fritz-Reuter-Eiche

Nicht allein die gut besuchten Plattdeutschen Abende erinnern in Rehna an Fritz Reuter. In Zukunft soll eine Fritz-Reuter-Eiche auch in Rehna gedeihen. Sie wächst bei Rita Völzer im Garten und erhält noch einen Pflegeschnitt. Fotos: volker bohlmann
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Nicht allein die gut besuchten Plattdeutschen Abende erinnern in Rehna an Fritz Reuter. In Zukunft soll eine Fritz-Reuter-Eiche auch in Rehna gedeihen. Sie wächst bei Rita Völzer im Garten und erhält noch einen Pflegeschnitt. Fotos: volker bohlmann

Rita Völzer zog aus einer Eichel einen Ableger des Reuter-Baums aus Stavenhagen

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21. November 2014, 23:00 Uhr

Fritz Reuter, Mecklenburgs bekanntester Dichter, erhält in der Stadt Rehna ein weiteres Denkmal. Nicht aus Stein wie er bereits auf der Triangel, der Einfahrt zur Fritz-Reuter-Straße sich befindet, dafür lebendig in Form einer Eiche.

Kein 0815-Baum versteht sich. Dafür hat Rita Völzer als Vorsitzende des Plattdeutschen Vereins to Rehna gesorgt. Sie favorisiert eine echte Fritz-Reuter-Eiche. Die allerdings wächst bereits im stattlichen Ausmaß in Stavenhagen, der Geburtsstadt von Fritz Reuter. Aber die Rehnaerin hat bei ihren zahlreichen Besuchen in Stavenhagen vorgesorgt. „Ein Ableger wächst bei mir im Garten“, sagt Völzer.

In 2005 sammelte sie eine Eichel unter der Fritz-Reuter-Eiche von Stavenhagen auf und steckte diese unter der schützenden Krone eines Apfelbaumes in die Rehnaer Erde, einen Steinwurf vom Haus entfernt, wo Rita Völzer und die Mitglieder des Plattdeutschen Vereins beinahe wöchentlich Geschichten des Dichters lesen, Gedichte aufsagen und unterhaltsame Sprüche in Vorbereitung der Plattdeutschen Abende zum Besten geben. „Heute ist der Baum bereits mannsgroß in meinem Garten und braucht einen neuen Standort“, erzählt sie. Die Stadt Rehna und mit ihr der Umweltausschuss unter Leitung von Christian Tews zeigten sich von der Aktion angetan. „Das gesamte Gremium begutachtete den Baum im Garten und befürwortet die Pflanzaktion“, so die Plattsnackerin. Mit Unterstützung einer Landschaftsgärtnerin wird jetzt ein Termin Ende November/Anfang Dezember angestrebt.

Der Zeitpunkt scheint gut gewählt, denn das Jahr 2014 ist das 140. Todesjahr des Dichters, der von 1810 bis 1874 lebte.

Werke des Schriftstellers begleiten Rita Völzer seit ihrer Jugend. „Er ist für mich der größte Schriftsteller in Mecklenburg. Mit zwölf Jahren erhielt ich von meiner Großmutter ein Lesebuch mit seinen Werken. Seither faszinieren mich seine Arbeiten.“ Eine Verbundenheit, die bereits der ehemalige Bürgermeister Otto Tews pflegte und die Aufstellung des Fritz-Reuter-Steines in Rehna 1958 mitinitiierte. Heute darf sein Enkel Christian Tews als Vorsitzender des Umweltausschusses der Stadt sich an der Pflanzaktion beteiligen.

Allerdings muss die zukünftige Reutereiche in Form gebracht werden. Das wird im Zuge der Pflanzaktion geschehen, sagt Rita Völzer. Neben einer Landschaftsgärtnerin will sich auch ein Metallbaubetrieb beteiligen und einen Schutz für die Eiche bereitstellen.


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