Rehna : Rehna erhält alte Dokumente

Hans-Dieter Struck und Gesche Poggensee-Struck (r.) zeigen Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg (l.) und Stadtbibliothekarin Rebekka Duge die historischen Unerlagen.  Fotos: Michael Schmidt
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Hans-Dieter Struck und Gesche Poggensee-Struck (r.) zeigen Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg (l.) und Stadtbibliothekarin Rebekka Duge die historischen Unerlagen. Fotos: Michael Schmidt

Schmied-Nachfahren überreichen der Stadt historische Unterlagen / Dazu zählen Schuldscheine, Kaufverträge und ein Bürgerbrief

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14. September 2017, 04:45 Uhr

Auf den Spuren ihrer Vorfahren sind Hans-Dieter Struck und Gesche Poggensee-Struck in Rehna gewandelt. Sie besuchten dort erstmals die Stätte, in der im 19. Jahrhundert zwei ihrer Familienmitglieder als Schmied im Deutschen Haus tätig waren: Adolf Johann Heinrich Struck (1854 - 1888) sowie Johann Joachim Struck (1822 - 1902).

Bei ihrem Besuch überreichten die Nachfahren Rehnas Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg original Dokumente aus jener Zeit und berichteten dabei auch von einem Schicksalsschlag, der sich einen Tag vor Weihnachten im Jahre 1888 ereignete. Damals erlitt Adolf Johann Heinrich Struck während der Arbeit am Amboss einen Herzinfarkt und starb. Zu jenem Zeitpunkt hatte die Familie des Schmiedes vier Kinder und das fünfte sollte vier Wochen nach dem Tod des Vaters zur Welt kommen.

Zu den überreichten Dokumenten gehören zum Beispiel ein Kaufvertrag, ein Testament und ein so genannter Bürgerbrief. Dieser ermöglichte damals zugewanderten Bewohnern einer Stadt den Erwerb aller bürgerlichen Rechte.

Auch Schuldscheine sind in den Unterlagen zu finden. „Denn ein Schmied hatte damals auch Geld verliehen“, sagt Hans-Dieter Struck. Damit diese Unterlagen, die bis ins Jahr 1829 zurückreichen, für die Nachwelt erhalten bleiben, haben Hans-Dieter Struck und Gesche Poggensee-Struck die alten Dokumente der Stadt überreicht. „Sie passen nach Rehna und kommen quasi nach Hause. Es sind alles Originale und keine Kopien und sind daher höchst empfindlich“, sagt Gesche Poggensee-Struck.

Ein Museologe soll die Unterlagen demnächst sichten. Darüber hinaus sollen sie fachgerecht gelagert und möglicherweise auch ausgestellt werden. Zum Beispiel im Deutschen Haus, in dem die Vorfahren der Strucks das Eisen schmiedeten, so lange es heiß war.

Es war das erste Mal, dass die Strucks die Stadt Rehna besuchten. Sie verbanden diesen Aufenthalt auch mit Führungen durch das Deutsche Haus sowie des Kloster inklusive Kapitelsaals. Dabei kündigten die beiden an, dass ihr erster nicht der letzte Besuch von Rehna gewesen sein soll. Zu Hause sind die Beiden im schleswig-holsteinischen Escheburg bei Geesthacht.

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