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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. Oktober 2017 | 22:53 Uhr

Rehna: Debatte um zweite Stadtinfo

vom

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erstellt am 15.Apr.2011 | 06:21 Uhr

Rehna | Ein erster Schritt in Richtung zweite Stadtinformation Rehna ist getan. Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg hat sich nach der jüngsten Stadtvertretersitzung mit Hauptamtsleiter Bernd Karnatz und Stadtbibliotheksleiterin Rebekka Duge zusammen gesetzt, um ein Konzept auf den Weg zu bringen. "Ich möchte die Verantwortung nicht alleine tragen", sagte Hans Jochen Oldenburg bei der Kultur- und Sozialausschusssitzung am Donnerstagabend. Das Konzept sieht vor, eine weitere Touristeninfo im Deutschen Haus in Rehna unterzubringen. Aus diesem Grund war auch Bibliotheksleiterin Rebekka Duge anwesend, um ihre Vorstellungen vor den Ausschussmitgliedern kund zu tun: "Ich habe mir bereits ein paar Gedanken gemacht, wie das Erscheinungsbild der Stadtinfo aussehen könnte und welche Aufgaben so eine Einrichtung haben müsste." Wenn aber eine Tourismusinformation im Deutschen Haus untergebracht werden solle, müsse noch einiges passieren. Denn alleine sei die Arbeit von Rebekka Duge dann nicht mehr zu schaffen. Auch an Mobiliar und anderen Dingen fehlt es im historischen Fachwerkhaus, wie Duge weiter mitteilte. "Ich werde meine Punkte noch einmal genauer ausarbeiten und dann alles schriftlich fixieren", so Rebekka Duge abschließend.

Über den Vorschlag des Bürgermeisters, eine zweite Stadtinformation innerhalb Rehnas im Deutschen Haus unterzubringen, war Eva Doßmann, die Vorsitzende des Klostervereins, gar nicht glücklich. "Wenn das vonstatten geht, dann müssen wir unsere Arbeit und Zielsetzung auch umstellen und der Situation anpassen", sagte Eva Doßmann sichtlich aufgebracht. Sie könne immer noch nicht die Entscheidung der Ausschüsse und der Stadtvertretung verstehen. "Unsere Arbeit wird immer wieder gelobt und gewürdigt. Aber wenn etwas so gut ist, warum trennt man es dann", so die Vorsitzende weiter. Wie schon bei der Kulturausschusssitzung Mitte Februar forderte Eva Doßmann eine sachliche Auseinandersetzung zwischen den Mitgliedern des Klostervereins und den Stadtvertretern. In ihrer Meinung, es sei Unsinn, eine zweite Touristeninformation in Rehna zu errichten, war Doßmann nicht alleine. "Die Stadtinfo hat sich hier am Kloster doch gut eingelaufen. Über Jahre hinweg ist hier etwas Gutes entstanden, das sollte man jetzt nicht kaputt machen", sagte Ausschussmitglied Alfred Böttcher.

In die Diskussion mischte sich auch Rehnas Hauptamtsleiter Bernd Karnatz ein, der zu schlichten und zu beruhigen versuchte. "Der Bürgermeister hat erst einmal nur einen Auftrag erhalten, zu schauen, ob es Möglichkeiten für eine Stadtinformation gibt", sagte Bernd Karnatz. Der Hauptamtsleiter fügte noch hinzu, dass bisher nichts entschieden sei. Wenn ein Konzept erarbeitet sei, werde dies den Ausschüssen vorgelegt. Aufgrund der Beratungsgespräche in den Fachausschüssen werde dann ein Beschlussvorschlag erarbeitet. "Die Entscheidung darüber trägt letztendlich die Stadtvertretung. Und wenn dann heraus kommt, dass es keine Möglichkeit gibt, die Stadtinformation auszugliedern, wird alles so bleiben, wie es jetzt ist", so Karnatz.

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