TRADITION : Rehna begrüßt den Martensmann

Schmied Uwe Wroblewski (l.) empfing traditionell den Martensmann (r.) am Deutschen Haus. Auch Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg (3. v. l.) und das Schweriner Petermännchen waren dabei.
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Schmied Uwe Wroblewski (l.) empfing traditionell den Martensmann (r.) am Deutschen Haus. Auch Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg (3. v. l.) und das Schweriner Petermännchen waren dabei.

Bürgermeister, Schmied, das Schweriner Petermännchen und der Lübecker Gesandte stoßen mit einem Glas Rotspon an

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08. November 2015, 23:07 Uhr

Hunderte Gäste begrüßten am Sonnabendabend zum zweiten Mal den Lübecker Martensmann in Person von Stefan Pagel. Der machte keinen Hehl daraus, sich in der Klosterstadt wohlzufühlen, schon im vergangenen Jahr habe man ihn toll aufgenommen. „Jetzt bin ich zum zweiten Mal hier und ich staune wieder, wie viele Leute hier versammelt sind. Ich glaube, ganz Rehna ist auf den Beinen“, sagte der 55-Jährige zur Begrüßung im Innenhof des Klosters.

Zuvor war der Martensmann in Schönberg begrüßt worden und kam dann mit der Kutsche und in Begleitung des Lüdersdorfer Fanfarenzuges vor das Deutsche Haus gefahren. Hier übernachtete der Überlieferung nach der Martensmann vor 495 Jahren (1520) erstmals, als er ein Fass Rotspon von Lübeck nach Schwerin brachte. Die Rehnschen Jungs sollen 1758 ihre Forderung nach Nüssen und Geld allerdings so hart eingefordert haben, dass sie dem Martensmann die Fenster des Deutschen Hauses mit Erdklumpen und Steinen teilweise einwarfen.

Auch jetzt hatte der Martensmann das Rotwein-Fass dabei, verteilte Süßigkeiten und brachte auch das Schweriner Petermännchen mit, der ihn auf die Weiterreise in Landeshauptstadt begleitete. „Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr wieder den Martensmann begrüßen können und er sich in unserer Stadt scheinbar sehr wohl fühlt“, erklärte auch Rehnas Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg. Der ging anschließend mit Stefan Pagel zum hölzernen Fass und zapfte den Traubensaft aus dem Fass. „Mal sehen, wie viel die Rehnaer austrinken, eigentlich muss ich das Fass ja noch nach Schwerin bringen, wenn es der Tradition nach geht“, erklärte Stefan Pagel, der das Amt des Martensmannes vor einem Jahr vom Lübecker Horst Possehl übernommen hatte.

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