Martensmann : Rehna begrüßt den Lübecker Weinboten

Bastelstunde im Deutschen Haus: Gestern beteiligten sich zahlreiche Kinder am Bastelwettbewerb zum Martensmannfest. Die Lateren werden prämiert.
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Bastelstunde im Deutschen Haus: Gestern beteiligten sich zahlreiche Kinder am Bastelwettbewerb zum Martensmannfest. Die Lateren werden prämiert.

Das Fest startet am Sonnabend um 14 Uhr

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04. November 2014, 23:11 Uhr

Die Pferde stehen bereit, die vierspännige Kutsche ist aufpoliert: Wenn am Sonnabend der Martensmann in Rehna einfährt, darf sich Stefan Pagel als neuer Bote der Hansestadt Lübeck über einen herzlichen Empfang in der Kleinstadt Rehna freuen. Der Mitarbeiter der Hansestadt wird nach altem Brauch mit einem Fass Rotspon seinen Weg über Schönberg, Rehna nach Schwerin nehmen. Nach altem Brauch wird er in Rehna nächtigen. Ob dabei sein Fass Rotspon nach alter Überlieferung abhanden kommt, wird sich zeigen. Die Stadt Rehna ist auf den Gast und zahlreiche Besucher bestens vorbereitet, wie Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg und Festorganisator Matthias Maack gestern signalisierten. „Wir starten am Nachmittag mit einem Kinderprogramm der Kita des evangelischen Kindergartens und laden die Bürger zur Kaffeetafel im Hotel Stadt Hamburg ein“, sagt Maack. Eine Einladung , die für alle Bürger gilt und im besonderen Maße auch an die Bürger der Ortsteile gerichtet ist. Rehna sei größer geworden und so wolle man gerne mit Löwitz, Nesow, Brützkow und Othenstorf gemeinsam feiern, gibt Stadtoberhaupt Hans Jochen Oldenburg zu verstehen.

Mit mehr als 30 Ständen wird der Markt hinter dem Torbogen des Langen Hauses und vor historischer Kulisse Unterhaltung für die ganze Familie bieten. Maack: „ Musik bietet der Posaunenchor der Kirchgemeinde, Unterhaltung bietet Hannes aus Schwerin.“

Gemeinsam mit Walter Rißler, dem Bürgermeister der Partnergemeinde Holm wird Hans Jochen Oldenburg an der Seite von Martensmann Stefan Pagel auf der vierspännigen Kutsche am Deutschen Haus Platz nehmen. Zuvor hat allerdings Schmied Uwe Wroblewski das Sagen, denn ohne technische Abnahme darf die Kutsche nicht das städtische Terrain befahren. Für all die Mühen erhält der Handwerker am Schmiedefeuer das erste Glas Rotspon, so will es der Brauch.

Rund 2500 Gäste erwartet die Stadt. Zu ihnen zählen das Schweriner Petermännchen und Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer. Im Mittelpunkt werden die Gäste und der Plattdeutsche Verein stehen, der mit markigen Sprüchen den Boten zum Festplatz begleiten wird.

„Die jüngsten Besucher sollten ihre Laterne nicht vergessen, denn der Lübecker Bote wird diese prämieren“, sagt Matthias Maack. Dass mit Stefan Pagel nach vielen Jahren ein neuer Bote die Stadt besucht, wird der guten Stimmung und der Verbundenheit der Rehnaer zum Martensmann keinen Abbruch tun. Hans Jochen Oldenburg: „Es ist uns wichtig, dass die Tradition weiter lebt und Lübeck sich mit uns und der Geschichte verbunden fühlt.“

Einen erneuten Beweis wollen die Rehnaer am Sonnabend mit bester Festlaune, Livemusik und Unterhaltung antreten.


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