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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

16. Dezember 2017 | 04:42 Uhr

Gadebusch : Raus aus den Mini-Jobs

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Förderung „Extra 4000“ hilft Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen

Das haben sie sich schön ausgedacht beim Jobcenter Nordwestmecklenburg: Ab sofort können Arbeitgeber für die Umwandlung geringfügiger in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse – je nach Arbeitszeit – einen einmaligen Zuschuss pro Arbeitnehmer in Höhe von bis zu 4000 Euro bekommen. Und das ist nicht nur gut für den Arbeitgeber, auch Arbeitnehmer profitieren davon.

„Wir haben allein 738 Kunden, die sich als geringfügig Beschäftigte vor allem in sehr kleinen Unternehmen bis zu 450 Euro im Monat dazuverdienen. Viele dieser Unternehmen haben durchaus Bedarf, die Beschäftigung auszuweiten, doch häufig fehlen dazu die finanziellen Mittel. Unsere Anschubfinanzierung soll somit einen Anreiz zur Schaffung eines zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes dienen“, erklärt Martin Greiner.

Der „Extra 4000“ genannte Arbeitgeber-Zuschuss zur Umwandlung des Mini-Jobs in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis ist eine freiwillige Förderung des Jobcenters Nordwestmecklung, auf die kein Rechtsanspruch bestehe, so der Chef des Jobcenters weiter. Wichtig: Das sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnis muss noch in diesem Jahr begründet und der Zuschuss bis 31. Dezember beantragt werden.

Die Höhe des Zuschusses ist abhängig vom zeitlichen Umfang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 15 bis unter 20 Wochenstunden beträgt der Zuschuss 2000 Euro, bei einer Arbeitszeit von 20 bis unter 30 Wochenstunden gibt’s 3000 Euro, ab 30 Wochenstunden beträgt der Zuschuss 4000 Euro. Wird der Zuschuss nach Beantragung vom Jobcenter gewährt, wird dieser dem Arbeitgeber in einer Summe unmittelbar nach Beginn des Arbeitsverhältnisses gezahlt.

Die Vorteile dieses Zuschusses liegen auf der Hand: Arbeitgeber können die Stundenzahlen ihrer Arbeitnehmer aufstocken und bekommen dafür auch noch Geld und zusätzliche Arbeitsleistung. Arbeitnehmer bekommen somit die Chance auf einen festen und sozialversicherungspflichtigen Job außerhalb der geringfügigen Beschäftigung.

Eine Förderung ist hingegen ausgeschlossen, wenn der Arbeitnehmer innerhalb der letzten zwölf Monate vor der Antragstellung für Extra 4000 bereits beim beantragten Arbeitgeber sozialversicherungspflichtig beschäftigt war oder zu vermuten ist, dass der Arbeitgeber die Beendigung eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses veranlasst hat, um den Zuschuss Extra 4000 zu erhalten oder aber das vereinbarte Arbeitsentgelt nicht tarif- oder ortsüblich ist.

400 000 Euro steht dem Jobcenter Nordwestmecklenburg für diese arbeitsmarktpolitische Maßnahme in den letzten Monaten des Jahres zur Verfügung. „Sollte dieses Instrument von den Arbeitgebern angenommen werden, bin ich der Erste, der sich für dessen Weiterführung auch im kommenden Jahr stark macht“, so Martin Greiner. Vorausgesetzt, die Haushaltsmittel des Jobcenter-Chefs reichen auch 2015 für eine derartige Wirtschaftsförderungsmaßnahme aus. Interessierte Arbeitgeber können sich unter der Rufnummer 03841-328128 an Christine Wenzel beim Jobcenter Nordwestmecklenburg wenden.

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