Auktion in Rostock : Rauchhaus Möllin wird versteigert

Die historische Hofanlage in Möllin lockte auch gestern Besucher an. Am Sonnabend soll das denkmalgeschützte Anwesen in Rostock versteigert werden.
Die historische Hofanlage in Möllin lockte auch gestern Besucher an. Am Sonnabend soll das denkmalgeschützte Anwesen in Rostock versteigert werden.

Das Mindestgebot für die historische Anlage beträgt 295 000 Euro. Gadebuscher Bürgermeister Howest: „Wir werden auf keinen Fall mitbieten“

23-11367726_23-66109650_1416395505.JPG von
29. November 2017, 21:00 Uhr

Zum zweiten Mal innerhalb von rund 15 Jahren bahnt sich beim Rauchhaus Möllin bei Gadebusch ein Betreiberwechsel an. Denn die historische Hofanlage soll am Sonnabend, 2. Dezember, im Rostocker „pentahotel“ versteigert werden. Das Mindestgebot für das 12 000 Quadratmeter große Anwesen beträgt 295 000 Euro. Das kündigte die Norddeutsche Grundstücksauktionen AG an.

Neben dem denkmalgeschützten Rauchhaus befindet sich unter anderem eine Veranstaltungsscheune, ein ehemaliger Kuhstall mit Werkstatt und Lager, ein Versorgungsgebäude, eine Wohnung, ein Geräteschuppen, ein Kleingehege, ein Spielplatz und ein Parkplatz. Im Rauchhaus selbst ist seit den 1980er-Jahren eine Außenstelle des Gadebuscher Museums untergebracht. Und das soll auch künftig so bleiben, wie Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest gestern auf SVZ-Anfrage sagte. So müssten die musealen Ausstellungsstücke auch weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich sein. „Es wäre schön, wenn die alten Glanzzeiten des Rauchhauses wieder aufkommen könnten. Die Nutzung als Gastronomie bietet sich geradezu an“, sagt Howest. Eine Bewertung der Umstände, warum die historische Anlage versteigert werden soll, wolle Ulrich Howest nicht vornehmen. Gleichzeitig tritt er Spekulationen entgegen, dass die Stadt nach dem Erwerb des Gadebuscher Schlosses nun auch die Fühler nach dem Rauchhaus ausstrecken könnte. „Wir werden auf keinen Fall mitbieten“, so Howest. Zumal es auch keinen Sinn machen würde. Denn die Stadt ist Eigentümerin von 8400 Quadratmetern des 12 000 Quadratmeter großen Grundstücks in Möllin. Die Kommune besitzt zudem einen Erbbaurechtsvertrag bis 2029.

Das historische Rauchhaus selbst ist nicht nur ein Denkmal, sondern wird seinem Namen auch gerecht. Es ist eines der wenigen Gebäude seiner Art, das noch nahezu im Originalzustand erhalten geblieben ist.

Der derzeitige Betreiber des Rauchhauses Möllin wollte sich gestern nicht zu den Gründen der Versteigerung äußern: „Ich möchte im Augenblick keine Informationen geben. Das Geschäft läuft weiter. Im Augenblick kann man keine Sachen vorwegnehmen. Wir sind dabei, eine Lösung zu finden.“

Vor etwa 15 Jahren hatte es schon einmal einen Betreiberwechsel im Fall des Mölliner Rauchhauses gegeben. Der damalige Betreiber musste Insolvenz anmelden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen