Rehna : Raritäten der Pilzwelt entdeckt

Mit gefüllten Körben konnten die Pilzsammler die Heimfahrt antreten. Für sie steht schon am Sonnabend die Vereinswanderung an.  Fotos: Torsten Richter
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Mit gefüllten Körben konnten die Pilzsammler die Heimfahrt antreten. Für sie steht schon am Sonnabend die Vereinswanderung an. Fotos: Torsten Richter

Die Vitenser Sven Walter und Pirkko Roinila fanden bei Demern den stark gefährdeten Grauen Leistling

svz.de von
13. November 2014, 00:34 Uhr

Es ist bereits November und die Pilzsaison nimmt einfach kein Ende: Nach einer kühlen Nacht erwartete die Rehnaer Pilzfreunde ein herrlicher Tag ohne Wind und mit viel Sonne. Und so folgte eine froh gelaunte bunte Schar aus Mitgliedern und einigen Gästen des Rehnaer Pilzvereins „Heinrich Sternberg“ dem Lockruf der Pilze. Zu Beginn begrüßte Vereinschef Torsten Richter alle aufs Herzlichste und dann gab es auch kein Halten mehr für die Pilzbegeisterten.

Für die Herbstwanderung hatten sich die Pilzfreunde wieder ihren Heimatwald bei Demern auserwählt. Zu Recht, wie sich im Verlauf des Vormittags herausstellen sollte. Wer die richtigen Stellen im Wald fand, hatte schnell seinen Korb gefüllt und war mehr als zufrieden. Neben Herbsttrompete, Trompetenpfifferling, Violettem Rötelritterling, Marone, Safran-Schirmpilz und Stockschwämmchen wanderten auch Graublättrige Schwefelköpfe in die luftigen Pilzkörbe. Reichlich Steinpilze gab es auch.

Leider genießt auch die Insektenwelt den milden Herbst und so wundert es nicht, dass viele Steinpilze „voller Leben“ stecken. Umso erfreulicher, dass die Flockenstieligen Hexenröhrlinge in einer Top-Qualität zu finden waren. Besonders begehrt waren die Herbsttrompeten, gelten sie doch als vorzügliche Trockenpilze und sind willkommen bei der Verfeinerung so manchen Gerichtes.

Zu den interessanten Funden des Tages gehörten der Narzissengelbe Wulstling (Amanita gemmata), der Rotleuchtende Kissenbecherling (Pulvinula constellatio), der Schwarzgebänderte Harzporling (Ischnoderma benzoinum), sowie der Zinnoberrote Hautkopf (Cortinarius cinnabarinus). Letzterer bevorzugt kalkhaltige Buchenwälder und steht in der Roten Liste Kategorie 3 (gefährdet).

Mit dem Grauen Leistling (Cantharellus cinereus), entdeckten Sven Walter und Pirkko Roinila aus Vitense eine Art, die bislang auf keiner Wanderung festgestellt wurde. Der Verwandte der Herbsttrompete ist eine Rote-Liste-Art und in Mecklenburg-Vorpommern stark gefährdet – ein bemerkenswerter Fund.

Gegen Mittag versammelten sich alle gut gelaunt mit reichlich „Pfannenfüllung“ zum traditionellen Abschlussfoto und diskutierten anschließend die Funde. Die nächste Vereinswanderung wird schon am Sonnabend, den 15.November sein. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr vor dem Langen Haus in Rehna.


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