Radwege in Gadebusch inspiziert : Radwegesystem ist ausbaufähig

<strong>Stadtvertreter Wolfgang Joop</strong> steht neben  einem  Hagebuttenstrauch, der in Höhe des alten Penny-Marktes bis auf den Radweg reicht und für Verletzungen sorgen kann. <foto>privat</foto>
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Stadtvertreter Wolfgang Joop steht neben einem Hagebuttenstrauch, der in Höhe des alten Penny-Marktes bis auf den Radweg reicht und für Verletzungen sorgen kann. privat

Vorsitzender der Bürgergemeinschaft inspizieren Radwege: Das Radwegesystem in Gadebusch ist ausbaufähig – zu diesem Ergebnis sind Rudolf Pieper und Wolfgang Joop nach ihrer Stadttour gekommen.

svz.de von
26. März 2013, 11:07 Uhr

Gadebusch | Eigentlich steigt bei diesen Witterungsverhältnissen kaum jemand gerne aufs Rad, doch Stadtvertreter Wolfgang Joop und Rudolf Pieper, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Gadebusch, setzten sich jetzt trotzdem auf ihre Zweiräder, um auszukundschaften, welche Gefahren auf Radfahrer in Gadebusch lauern. Ihr Ergebnis: das Radwegesystem in der Kleinstadt hat Nachholbedarf.

Falsche oder fehlende Beschilderung, Engstellen und Sträucher, die eine freie Fahrt behindern - Radler in Gadebusch müssen auf der Hut sein, wenn sie auf der Roggendorfer Straße und Rehnaer Straße unterwegs sind. Diese beiden Straßen standen im Fokus, als sich das Duo drei Stunden lang auf den Weg gemacht hat. "An der Rehnaer Straße ist beispielsweise die Beschilderung irreführend", sagt Rudolf Pieper. An einer Stelle gäbe es nur ein Schild für Radfahrer, dabei sei die Strecke als kombinierter Fuß- und Radweg angelegt. "An einer anderen Stelle signalisiert ein Verkehrszeichen, dass der Rad- und Fußgängerweg zu Ende ist. Dabei geht er hinter der Straßenkreuzung weiter", weiß Pieper. Wer darf wo Radfahren, wann darf ein Radler klingeln, damit er vorwärts kommt? "Das sind Fragen, die nicht immer eindeutig geklärt sind", sagt der 78-Jährige, der die Ergebnisse seiner Bestandsaufnahme auch in der jüngsten Bauausschusssitzung zur Diskussion stellte. Auch die Engstellen, die die Radfahrer an der Roggendorfer Straße erwarten, sind aus Sicht des aktiven Radfahrers keine glückliche Lösung. "In Höhe der Eisdiele und zwischen der Heinrich-Heine-Straße und dem Baumarkt ist nicht genug Platz. Dort sind Verbreiterungen sinnvoll", schlägt Pieper vor. Auch gefährliche Bordsteinabsenkungen an der Ecke Roggendorfer Straße/Jarmsdorfer Straße registrierten Wolfgang Joop und der Vorsitzende der Bürgergemeinschaft bei ihrer Fahrt durch Gadebusch. "Die Ansätze hier sind gut, aber die konsequente Umsetzung fehlt", zieht Pieper sein Fazit.

Jetzt gehe es darum, so Pieper, möglichst preiswert für Verbesserungen zu sorgen. "Es ist bekannt, dass der finanzielle Spielraum der Stadt begrenzt ist, doch einige Schwachpunkte lassen sich vielleicht schon mit Hilfe des Bauhofs beheben", ist sich Pieper sicher. So wäre es kein Aufwand, beispielsweise den Hagebuttenstrauch, dessen dornige Zweige bis auf den Radweg in Höhe des alten Penny-Marktes reichen, zu stutzen und so die Verletzungsgefahr zu beseitigen.

"Wir sind dankbar für die Hinweise und wollen die kleineren Maßnahmen jetzt auch schon schnell umsetzen", sagt Rommy Elßner vom Bauamt. Das Ordnungsamt kümmere sich, so Elßner, um die richtige Beschilderung, der Bauhof wird Sträucher stutzen oder Bordsteinkanten abfräsen. Bei der Verbreiterung der Wege an der Roggendorfer Straße sei es jedoch sinnvoll darauf zu warten, bis die Sanierung dieser Straße anstehe. "Diese Sanierung steht auf dem Plan, der Fördermittelantrag ist gestellt", sagt die Sachgebietsleiterin. Was andere Ausbesserungen beträfe, müsse abgewartet werden, bis Ende April der Haushalt der Stadt Gadebusch durch sei, so Elßner.

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