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Radeln von Rehna bis Dorf Nesow : Radler sind noch nicht am Ziel

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Jetzt ist Bewegung in den Ausbau des Radwegs gekommen: Für den Radweg von Rehna nach Gadebusch müssen noch drei Abschnitte gebaut werden. Der erste soll im Herbst fertig gestellt werden.

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erstellt am 25.Apr.2013 | 09:11 Uhr

Gadebusch/Rehna | Mit dem Rad durchgängig von Gadebusch nach Rehna fahren zu können - das wünschen sich viele Zweiradfahrer aus der Region und dafür haben rund 200 Menschen auch schon demonstriert und im November vergangenen Jahres für eine halbe Stunde den Verkehr auf der Bundesstraße 104 bei Holdorf lahm gelegt. Jetzt ist Bewegung in den Ausbau des Radwegenetzes gekommen.

Der erste Teil des ersten Bauabschnittes - die rund 800 Meter lange Strecke zwischen Nesow und Dorf Nesow - ist fertig und wird schon jetzt stark frequentiert. "Im kommenden Herbst wird dann der rund 400 Meter lange Teil in der Ortslage Nesow fertig gestellt", heißt es von Seiten des Straßenbauamtes in Schwerin. Doch danach fehlen immer noch zwei Bauabschnitte für die freie Fahrt.

Noch muss mit einem Eigentümer der Grunderwerb geklärt werden, bevor der zweite, rund 3,5 Kilometer lange Bauabschnitt zwischen Dorf Nesow und Abzweig Holdorf/Meetzen weiter voran gebracht werden kann. Das Straßenbauamt teilt mit, dass man diesbezüglich in Verhandlungen stehe. Fortschritte gäbe es laut Straßenbauamt dagegen im Bereich des dritten Bauabschnittes, der zwischen dem Abzweig Holdorf/Meetzen bis zum Abzweig Möllin rund 2,5 Kilometer lang ist. Die Planungsarbeiten seien dort soweit gediehen, dass eine bauseitige Realisierung 2014 möglich sei. Voraussetzung für die Umsetzung der Pläne sei, dass die entsprechenden Finanzen zur Verfügung stehen.

"Die Realisierung von Radwegebaumaßnahmen an Landes- und Bundesstraßen ist von der jährlichen Mittelbereitstellung durch den Landtag beziehungsweise Bundestag abhängig", sagt Hans-Joachim Hacker, Mitglied des Deutschen Bundestages und Tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. In dieser Legislaturperiode, so Hacker weiter, hätten Bundesregierung und Regierungskoalition im Bundestag die Mittel für den Radwegebau an Bundesstraßen drastisch gekürzt. "Dies ist ein Grund dafür, dass es bei der Umsetzung der Baumaßnahmen zu zeitlichen Verzögerungen kommt", sagt Hacker. Er hoffe, dass in der nächsten Legislaturperiode des Bundestages hinsichtlich des Radwegebaus andere Prioritäten gesetzt werden können.

Frühestens 2015, so schätzt es das Straßenbauamt in Schwerin ein, könne eine bauliche Realisierung eines weiteren Radwegs in Angriff genommen werden. Auch zwischen Gadebusch und Kaeselow soll ein Radweg entstehen, doch in diesem Zusammenhang seien auch dort noch offene Eigentumswechsel zu klären. Und das sei, so das Straßenbauamt, eine langwierige Angelegenheit.

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