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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

16. Dezember 2017 | 12:06 Uhr

Wismar : Radfahrer im Visier der Polizei

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Auftakt einer landesweiten Aktion / Auch in den Innenstädten von Rehna und Gadebusch häufen sich Unfälle mit Radlern

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2017 | 22:46 Uhr

Einige steigen urplötzlich von ihrem Rad und schieben, andere wechseln die Straßenseite, wieder andere bewegen sich auffällig vorbildlich auf dem Radweg – die ungewohnt starke Präsenz der Polizei auf einem vielbefahrenen Radweg in der Wismarer Innenstadt sorgt bei Radfahrern für verschiedenste Reaktionen. In Nordwestmecklenburg erfolgte der Startschuss zur landesweiten Aktion „Geschwindigkeit und Radfahrer im Straßenverkehr“. Hintergrund sind die steigenden Unfallzahlen – vor allem in den Sommermonaten.

Boltenhagen, Wismar, Grevesmühlen – aber auch in den Innenstädten von Gadebusch und Rehna verzeichnet die Polizei ein Ansteigen der Unfallzahlen, an denen Radfahrer beteiligt sind. Eine der Hauptursachen ist das Nutzen des Radwegs in entgegengesetzter Richtung. „Angesichts der Tatsache, dass den Fahrradfahrern als Verkehrsteilnehmer das schützende Blechkleid fehlt, sind bei Verkehrsunfällen oft schwere Verletzungen zu verzeichnen“, sagt Sophie Pawelke. Diese Schutzlosigkeit werde nach Aussage der Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock oft unterschätzt.

Im Ergebnis verzeichnet die Polizei im Landkreis Nordwestmecklenburg nach zuletzt rückläufigen Unfallzahlen im Vergleich vom Jahr 2015 auf 2016 wieder eine leicht steigende Tendenz. Deshalb auch die verstärkten Kontrollen von Radfahrern im gesamten Monat August.

„Insgesamt zeigen sich die Kontrollierten aber recht einsichtig“, sagt Nancy Schönenberg. Immer wieder beobachtet die Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wismar, wie Radfahrer zum Auftakt der landesweiten Aktion an dem Kontroll- und Unfallschwerpunkt Lübsche Straße/Ecke Holzdamm in Wismar den Radweg in entgegengesetzter Richtung benutzen. Und das, obwohl auf beiden Straßenseiten Radwege vorhanden sind. Insgesamt elf Verwarngelder musste die Polizei aussprechen. Und das, obwohl die Beamten an diesem Tag eigentlich nur nette Hinweise geben und rein erzieherisch wirken wollten. Aber manchmal muss es eben auch etwas mehr sein.

Im gesamten Monat August wird es im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock verstärkte Kontrollen im Zusammenhang mit Radfahrern und der Einhaltung von Geschwindigkeiten bei Autofahrern geben. Letztere ist zwischen Rostock, Schwerin, Parchim, Ludwigslust, Güstrow und Wismar noch immer die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden. So kam es im Jahr 2016 zu 515 Verkehrsunfällen mit Schwerverletzten, im ersten Halbjahr 2017 zählte die Polizei bereits 278 Fälle.

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