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Vom Fahrrad mit Hilfsmotor bis zum Traktor : PS-Raritäten lockten Besucher an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Museum Gadebusch richtete viertes Oldtimertreffen aus

svz.de von
erstellt am 17.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Nach anfänglicher Flaute lockte der Sonnenschein dann doch Liebhaber alten Blechs am Sonntag in Scharen auf den Parkplatz vor das Museum. „Vor drei Jahren, am Pfingstsonntag, hatten wir das letzte Oldtimertreffen hier veranstaltet. Nach so langer Zeit müssen nun erst mal wieder alle zueinander finden“, sagt Museumsleiterin Kornelia Neuhaus-Kühne.

Und sie fanden zueinander: Etwa 60 Besitzer von Fahrzeugen, die dank guter Pflege der Schrottpresse entgangen sind, stellten sich untereinander und der Öffentlichkeit ihre Schätze vor - vom Fahrrad mit Hilfsmotor bis zum ausgewachsenen Schlepper.

„Den hab ich vor etwa drei Jahren von einem Arbeitskollegen bekommen. Da war das aber noch das totale Opfer“, erzählt René Hildebrandt und meint damit den Simson SR 2, Baujahr 1959. Ein echtes Moped, weil noch mit Pedalantrieb gestartet. Nicht das einzige Stück in seiner Sammlung - Star, Spatz, den Schwalbe-Vorgänger KR 50 und eine MZ ES 250/1 nennt der 35-jährige Gadebuscher genauso sein Eigen, wie zwei Traktoren. Einen John Deere Lanz 300, Baujahr 1963, und einen Schlüter DS15 von 1950. Die hatte er aber nicht dabei.

Anders Peter Dettmann: Der hatte eins der Prunkstücke des Tages mitgebracht, einen Famulus 1436 mit 36 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Im Traktorenwerk Nordhausen 1963 vom Band gelaufen, stand er nahezu fabrikneu da. „Die wurden damals gern eingesetzt. Nicht nur auf dem Feld , sondern auch für den Transport, wegen ihrer verhältnismäßig hohen Geschwindigkeit“, weiß der Oldtimerfan, der neben diesem auch noch einen Garant K 30 und einen Moskvich 408 besitzt. Der Gadebuscher kümmerte sich bei der Veranstaltung darum, dass jedes Fahrzeug auf den richtigen Stellplatz kam und sein Besitzer dann das Anmeldeformular ausfüllte.

So wie Peter Lemke aus Rostock, der früher in Groß Salitz gewohnt hat. Mit seinem roten Roadster machte er zwar viel her und mit dem GM-Zeichen (General Motors) schien es auch wirklich ein echter Oldie zu sein. Doch wie sich herausstellte, war es „nur“ eine Replik, ein Nachbau.

Egal, das vierte Oldtimertreffen vom Museum Gadebusch war ein Erfolg und alle hoffen, dass es bis zur nächsten Auflage nicht wieder drei Jahre dauert.

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