Schlägerei nach Sex mit Pony : Prozess gegen Zahlung von 400 Euro eingestellt

Vor dem Amtsgericht Grevesmühlen müssen sich zwei Bewohner eines Pferdehofes wegen Körperverletzung verantworten.
Vor dem Amtsgericht Grevesmühlen müssen sich zwei Bewohner eines Pferdehofes wegen Körperverletzung verantworten.

Bewohner eines Pferdehofs schlagen einen 29-Jährigen nach möglichem Fall von Sodomie nieder. Das Amtsgericht Grevesmühlen stellt das Verfahren gegen sie ein.

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22. Juni 2015, 14:41 Uhr

Gegen eine Zahlung von 400 Euro an das Tierheim Dorf Mecklenburg ist einer der ungewöhnlichsten Prozesse in der Geschichte des Amtsgerichtes Grevesmühlen eingestellt worden. Das Geld soll ein Bewohner eines Pferdehofs bei Grevesmühlen zahlen. Er und seine Frau mussten sich vor Gericht verantworten,  weil sie einem 29-jährigen Man beim möglichen Sex mit einer Ponystute (Sodomie) erwischt und anschließend verprügelt haben sollen. „Ich sah ihn nackt auf einem Eimer hinter der Ponystute stehen“, schilderte der Angeklagte die Situation vor Gericht. Danach kam es in dem Pferdestall zu der handfesten Auseinandersetzung. Die Staatsanwaltschaft warf dem Paar daraufhin gefährliche Körperverletzung vor.

Mit der Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung der 400 Euro könne der angeklagte  Pferdehof-Bewohner leben. Das gehe zwar in Ordnung, sagte er gestern nach der Einigung. Nur schwer nachvollziehen könne er aber, dass der 29-Jährige wegen „der Perversität“ nicht juristisch zur Verantwortung gezogen und ein Verfahren gegen ihn eingestellt wurde. Mehrfach soll der junge Mann in den Pferdestall eingedrungen sein. Mit einer Videokamera kam das Paar ihm auf die Schliche.

Für den zweifelhaften  „Pferdeliebhaber“ könnte es dennoch zu einem Nachspiel juristischer Art kommen. Denn der 29-Jährige schilderte im Gerichtssaal als Zeuge in aller Ausführlichkeit, wie er im Pferdestall um sich geschlagen und getreten habe, weil er nicht zur Polizei wollte. Dabei soll die Brille des Pferdehof-Bewohners zu Bruch gegangen sein.

Der Staatsanwaltschaft dürften die Details  während des Prozesses nicht entgangen sein. Sie ist verpflichtet zu prüfen, ob sich aus diesen Schilderungen neue Anhaltspunkte für ein Ermittlungsverfahren ergeben könnten. Sollte dies der Fall sein, könnte sich plötzlich der 29-Jährige auf der Anklagebank wieder finden.

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