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Paukenschlag in Gadebusch : Protest: Bürgermeister Howest tritt aus SPD aus

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Howest fühlt sich von Parteikollegen im Stich gelassen. Tegtmeier verweist auf Gesprächsangebote

Wenige Wochen vor der Landtagswahl ist der Gadebuscher Bürgermeister Ulrich Howest aus Protest aus der SPD ausgetreten. Dies bestätigte Howest auf SVZ-Anfrage. „Was mich wirklich tief enttäuscht hat, ist, dass nach meinem offenen Brief zur Windkraft-Problematik nicht eine Reaktion aus meiner eigenen Partei gekommen ist. Es hätte auch Kritik sein können. Aber es kam Nichts – bis zu meinem Austritt. Das ist der Auslöser“, sagt Ulrich Howest. In dem offenen Brief an die Fraktionsvorsitzenden der SPD, CDU, Die Linke und Bündnis90/Die Grünen im Landtag von MV hatte Howest Anfang Juni auf die Sorgen vieler Gadebuscher bezüglich eines möglichen Windparks mit bis zu 230 Meter hohen Anlagen hingewiesen: „Viele Bürger können sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Grundstückseigentümer und Windenergieanlagenbetreiber hohe Gewinne akquirieren, während die Mehrheit der Bürger durch eine weitere Erhöhung der EEG-Umlage, durch Wertverlust ihrer Grundstücke und gesundheitliche Beeinträchtigungen die Zeche zahlen.“

Erst nachdem Howest seinen Parteiaustritt schriftlich eingereicht hatte, hielt das Stadtoberhaupt dann doch noch Post vom SPD-Fraktionsvorsitzenden im Schweriner Landtag, Dr. Norbert Nieszery in den Händen. Für Howest kam dieses „allgemein formulierte Schreiben“ allerdings zu spät. Noch mehr habe ihn geärgert, dass das Schreiben auch vorgestanzt aus einer Plätzchenbäckerei hätte stammen können.

Den „schwarzen Peter“ in Sachen Windkraft will sich die SPD übrigens nicht von Ulrich Howest zuschieben lassen. So hat es sehr wohl Gesprächsangebote und Terminvorschläge gegeben. Darauf verweist die SPD-Landtagsabgeordnete Martina Tegtmeier. „Auf dieses Angebot hat er gar nicht reagiert – bis heute“, verdeutlicht Martina Tegtmeier in einem Brief an die Interessengemeinschaft „Gemeinsam gegen den Wind“.

>> Mehr über den SPD-Austritt Ulrich Howests lesen Sie am Donnerstag in der SVZ.

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erstellt am 19.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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