energiesparende Konzepte : Projekt „Zukunftsstadt Rehna“ startet

Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung energiesparender Konzepte für die Klosterstadt

svz.de von
24. Mai 2019, 05:00 Uhr

Unter dem Motto „Zukunftsstadt Rehna“ wollen Stadtvertreter, Vereinsmitglieder und interessierte Bürger der Klosterstadt zukünftig energiesparende Konzepte entwickeln und umsetzen. Bereits vor zwei Jahren stellte der Regionalplaner des Landkreises Nordwestmecklenburg, Heiko Boje, der Stadtvertretung dieses Projekt vor. Förderanträge und Abstimmungen haben den Beginn jedoch verzögert. Ende vergangenen Jahres beschloss die Stadtvertretung der Klosterstadt nun, den erforderlichen Eigenanteil für das Projekt bereitzustellen. Ziel des Projektes ist es, eine moderne, nachhaltige und energetische Versorgung und Infrastruktur in der Stadt aufzubauen. Dafür standen den Rehnaern Vertreter der Universität Wismar beratend zur Seite und erläuterten den Ablauf des zukunftsorientierten Projektes.

So sollten in der ersten Phase zunächst diejenigen ermittelt werden, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. Das könnten sowohl Unternehmer als auch Privatpersonen sein, hieß es bei der Besprechung. Im Anschluss solle der derzeitige Zustand der Stadt in Hinblick auf Wärme- und Energieverbrauch sowie deren Quellen untersucht werden. Dann sollen die Mitglieder der Projektgruppe ermitteln, welche Möglichkeiten in der Klosterstadt bestehen, um Energie und Wärme regenerativ und nachhaltig zu gewinnen und zu nutzen.

„Wenn schon die große Politik derzeit im dauernden Gezänk keine wirklich konkreten, wirksamen Maßnahmen zu Wege bringt, müssen wir hier vor Ort wenigstens das tun, was wir können“, betont auch Martin Reininghaus die Wichtigkeit des Projektes für die Klosterstadt. Dirk Groth, Leiter des Fachgebietes Bauen und Ordnung im Amt Rehna, stellte bereits eine erste konkrete Idee zur Verbesserung und Optimierung der Energie- und Wärmegewinnung sowie -nutzung vor. Sowohl die Stadt als auch das Amt Rehna hätten jedes Jahr eine enorme Menge an Grünschnitt zu entsorgen. Diese könnte laut der Idee Groths stattdessen genutzt werden, um ein Hackschnitzelheizkraftwerk zu betreiben und die dort gewonnene Wärme über ein Nahwärmenetz unmittelbar an die Haushalte oder die Stadt abzugeben.

Auf einer Versammlung am 20. Juni soll das Projekt sowie dessen Ablauf den Bürgern Rehnas vorgestellt werden. Ort und Zeit der Versammlung sind derzeit noch nicht bekannt.

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