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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 22:57 Uhr

Rehna : Projekt Lesepaten hat Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kirsten Schlomm, Brigitte Staude und Christine Schulz unterstützen Kinder im Umgang mit Büchern

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 23:27 Uhr

Ohne Lesen geht nichts im Leben. Selbst im Zeitalter der Digitalen Technik steht Lesen, allein um des Verstehens Willens, an erster Stelle. Dass Lesen ein wichtiger Grundbaustein für das Leben ist, davon sind Kirsten Schlomm, Brigitte Staude und Christine Schulz überzeugt. Vor einem Jahr haben sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Lesepaten begonnen. Damals hatten sie auf einen Aufruf der Stadtbibliothek und der Grundschule reagiert. „Die Idee war, Menschen anzuwerben, die ehrenamtlich mit Grundschülern deren Lesefertigkeit trainieren“, sagt Bibliotheksleiterin Rebekka Duge. Eine Aktion, die bundesweit immer mehr Beachtung findet und von Erfolg gekrönt ist.

Zunächst wussten jedoch die drei Lesepaten in Rehna nicht so recht, wie sich ihre Tätigkeit gestalten würde. Einmal pro Woche trafen sie sich mit den ihnen zugewiesenen Kindern in der Schule. Unterstützung gab es von Grundschullehrern sowie der Koordinatorin Kerstin Boldt. Eine Notwendigkeit, meint Duge, um über Unsicherheiten, Probleme und Erfahrungen in den vierteljährlichen Treffen der Lesepaten und Lehrer auszutauschen. Nun, nach einem Jahr ist sich Kerstin Boldt sicher: „Die Schüler haben sich in dieser individuellen Betreuung sehr wohl gefühlt, Erfolge sind spürbar. Meine Kollegen und ich sind überzeugt von der Wirksamkeit der Lesepatenschaften und sehr an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert. Auch über weitere Lesepaten würden wir uns freuen.“

Für Kirsten Schlomm, die selbst noch zwei schulpflichtige Kinder hat, ist klar, dass sie auch in diesem Schuljahr eine Lesepatenschaft übernehmen möchte. „Ich habe immer versucht, diese Lese-Zeit abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Wir haben uns gegenseitig vorgelesen, uns Gelesenes erzählt, kleine Spiele gespielt, bei denen Anleitungen gelesen und verstanden werden mussten.“ Selbst mit verteilten Rollen wurde gelesen. So sei es nie langweilig, dafür aber unterhaltsam gewesen.

Das bestätigt auch Christine Schulz: „Ich kann nur unterstreichen, dass dieses Ehrenamt nicht nur eine wöchentliche Verpflichtung ist, sondern viel Freude bereitet.“ Auch sie hat vieles ausprobiert, um ihrem „Schützling“ das Lesen schmackhaft zu machen. Es müssen ja nicht immer Geschichten sein. Auch Sachinformationen, Witze oder Rätsel können nur richtig gelesen auch verstanden werden.

Für Brigitte Staude ist die Lernsituation entscheidend. Während die Kinder zu Hause eher den einen oder anderen „Trick“ probieren, um ungeliebte Dinge wie Lesenlernen zu umgehen, reagierten sie auf die Anregungen der Lesepaten durchweg positiv. Deshalb wird auch sie weiter als Lesepate arbeiten.

Bleibt zu wünschen, dass Projekte dieser Art im wahrsten Sinne der Bedeutung „Schule machen“ und so die Chancen möglichst vieler Kinder zumindest in puncto Lesefähigkeit gestärkt (verbessert) werden können, wünscht sich Rebekka Duge.

Weitere Lesepaten sind jederzeit herzlich willkommen und können sich in der Stadtbibliothek anmelden bzw. informieren. Zu erreichen ist die Stadtbibliothek unter Tel. 038872-52335 oder per E-Mail biborehna@gmx.de.


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